SKF Aktie: SEB hebt Kursziel deutlich an
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 05:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deVor der Veröffentlichung der Zwischenbilanz für das dritte Quartal richten Investoren den Blick verstärkt auf die Dynamik im industriellen Kerngeschäft des schwedischen Wälzlagerherstellers SKF.
Am kommenden Mittwoch legt der Konzern seinen Zwischenbericht vor. Es ist der letzte Quartalsausweis vor der für den 1. Dezember geplanten Abspaltung der Automobilsparte, die künftig als aufgegebener Geschäftsbereich bilanziert wird. Am Markt wächst die Zuversicht, dass sich die industrielle Nachfrage wieder belebt.
Analysten sehen Signale einer Belebung
Die schwedische Bank SEB bekräftigte am Freitag ihre Einstufung mit „Halten“, hob das Kursziel für die Aktie jedoch deutlich von 251 auf 285 schwedische Kronen an.
Die Analysten rechnen für das dritte Quartal mit einer spürbaren Beschleunigung des organischen Wachstums im Industriebereich auf 3,8 Prozent, nachdem dieser Wert im Vorquartal noch bei 1,4 Prozent gelegen hatte. Aus Sicht des Instituts könnte diese Entwicklung ein erstes Anzeichen für eine einsetzende konjunkturelle Erholung darstellen.
Die Markterwartungen spiegeln diese Zuversicht wider. Nach einer von Modular Finance zusammengestellten Konsensschätzung aus 15 Analystenhäusern wird für das fortgeführte Geschäft ohne Automotive ein Quartalsumsatz von 17.417 Millionen schwedischen Kronen erwartet. Das prognostizierte organische Wachstum liegt im Schnitt bei 3,62 Prozent. Beim bereinigten Betriebsergebnis rechnen die Experten mit 2.781 Millionen Kronen, was einer operativen Marge von 15,97 Prozent entsprechen würde.
Aufgeschlüsselt nach Sparten entfällt dabei der Löwenanteil des erwarteten operativen Gewinns auf Bearing Solutions: Hier kalkuliert der Marktkonsens mit einem bereinigten Ergebnis von 2.374 Millionen Kronen bei Erlösen von 12.794 Millionen Kronen.
Der Bereich Specialized Industrial Solutions soll voraussichtlich 650 Millionen Kronen zum Betriebsergebnis beisteuern. Die zur Ausgliederung anstehende Autosparte steht demgegenüber bei einem erwarteten Ergebnis von 276 Millionen Kronen und einer Marge von 4,41 Prozent, was den strategischen Fokus auf die margenstärkeren Industrieanwendungen unterstreicht.
Anleger hoffen auf Trendwende am Berichtstag
Für die Aktie kommt dem anstehenden Berichtstermin besondere Bedeutung zu, da die vergangenen Quartalsvorlagen die Notierung wiederholt belastet hatten. Am Veröffentlichungstag der Zahlen zum zweiten Quartal im Juli war der Kurs um 5,6 Prozent abgerutscht, nach den Zahlen zum ersten Quartal im April um 3,2 Prozent.
Zuletzt zeigte sich das Papier jedoch stabil: Am Freitag ging die Aktie mit einem Plus von 1,0 Prozent bei 24,17 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Wert nur 3,7 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 25,11 Euro.
Neben den reinen Quartalszahlen dürften Anleger am Mittwoch vor allem darauf achten, wie das Management den weiteren Zeitplan für die Abspaltung der Automotive-Sparte zum Stichtag am 1. Dezember präzisiert.
Parallel treibt das Unternehmen sein Produktportfolio voran und kündigte für die Fachmesse Elmia Subcontractor im November die Markteinführung seiner neuen Hybridkeramiklager der Serie CeraDrive für industrielle Elektromotoren an.
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