Skeleton Coast, Reise

Skeleton Coast in Namibia: Die geheimnisvolle Küste der Schiffwracks

17.05.2026 - 21:18:10 | ad-hoc-news.de

Zwischen Nebel, Dünen und tosender Brandung: Die Skeleton Coast bei Torra Bay in Namibia fasziniert mit Schiffswracks, Robbenkolonien und extremer Einsamkeit – was macht diesen Küstenabschnitt so mythisch für Reisende aus Deutschland?

Skeleton Coast, Reise, Namibia
Skeleton Coast, Reise, Namibia

Im dichten Atlantiknebel ragen rostige Stahlrippen aus dem Sand, während sich die Brandung an einer scheinbar endlosen Küstenlinie bricht – die Skeleton Coast („Skelettküste“) in Namibia gilt als einer der einsamsten und zugleich dramatischsten Küstenabschnitte der Welt. Rund um Torra Bay trifft hier eine lebensfeindliche Wüste auf einen eiskalten Ozean und schafft eine Landschaft, die gleichermaßen bedrohlich und hypnotisch schön wirkt.

Skeleton Coast: Das ikonische Wahrzeichen von Torra Bay

Die Skeleton Coast erstreckt sich entlang der Nordatlantikküste Namibias und umfasst auch den Küstenabschnitt bei Torra Bay, einem einfachen, saisonal genutzten Campingplatz im südlichen Teil des Skeleton Coast National Park. Der Name spielt auf die zahlreichen Schiffswracks und Knochen von verendeten Walen und Robben an, die frühe Seefahrer hier vorfanden – ein Bild, das sich tief in das kollektive Gedächtnis eingeprägt hat.

Für Reisende aus Deutschland ist die Skelettküste heute kein „weißer Fleck“ mehr auf der Landkarte, sondern ein Sehnsuchtsort für all jene, die intensive Naturerlebnisse und große Leere suchen. Während andere Fernreiseziele mit Hochhäusern, Museen und Shoppingmeilen werben, lockt die Skeleton Coast mit dem Versprechen, stundenlang nur Wind, Wellen und Wüstengeräusche zu hören.

Der südliche Bereich bei Torra Bay ist im Vergleich zu den streng geschützten nördlichen Zonen relativ gut zugänglich und dient vielen Namibia-Reisenden als Einstieg in die raue Magie dieses Küstenabschnitts. Gleichzeitig bleibt die Region bewusst dünn erschlossen, um das fragile Ökosystem zu schützen – ein Spannungsfeld, das Tourismusverantwortliche und Naturschützer gemeinsam auszubalancieren versuchen.

Geschichte und Bedeutung von Skeleton Coast

Die Geschichte der Skeleton Coast ist eng mit der europäischen Seefahrt entlang der Westküste Afrikas verknüpft. Bereits portugiesische Navigatoren in der frühen Neuzeit umschifften den gefährlichen Küstenabschnitt mit Respekt, da starke Benguela-Meeresströmungen, dichter Nebel und fehlende natürliche Häfen die Navigation extrem erschwerten. Viele Schiffe liefen hier in den vergangenen Jahrhunderten auf Grund oder strandeten an den Sandbänken.

Namibische Tourismusbehörden und internationale Medien wie „National Geographic“ beschreiben die Skeleton Coast als einen der gefährlichsten Küstenabschnitte für die Schifffahrt: Wer hier an Land gespült wurde, musste in sicherer Entfernung zur nächsten Siedlung durch eine extrem trockene Wüste marschieren – für viele ein Todesurteil. Diese historische Erfahrung trug maßgeblich zum Ruf der Skelettküste als „Küste der Knochen“ bei.

Mit dem Aufkommen des Naturschutzgedankens in Namibia im 20. Jahrhundert wandelte sich der Blick auf die Region. Die Regierung richtete den Skeleton Coast National Park ein, um die einzigartige Kombination aus Küstenwüste, Dünenlandschaft, Nebelökosystemen und Meeresfauna zu schützen. Offizielle Informationen der namibischen Umweltbehörden betonen, dass der Nationalpark eine Schlüsselfunktion für den Erhalt seltener Wüstenanpassungen von Pflanzen und Tieren hat.

Für die Bevölkerung Namibias hat die Skeleton Coast zudem eine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung: Sie steht für die spektakuläre Natur des Landes und ist ein wichtiges Aushängeschild im internationalen Naturtourismus. Deutsche Medien wie GEO und das ADAC Reisemagazin ordnen sie häufig in eine Reihe mit ikonischen Wüstenlandschaften wie dem Sossusvlei oder dem Fish River Canyon ein – alles Orte, die die Identität Namibias als „Land der weiten, leeren Räume“ prägen.

Torra Bay selbst entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem saisonal genutzten Angel- und Campingplatz, der vor allem von namibischen und südafrikanischen Urlaubern genutzt wird. Die Behörden reglementieren die Nutzung bewusst, um Übernutzung und Umweltbelastungen zu vermeiden. Internationale Reiseverlage wie Marco Polo und Reiseportale der namibischen Tourismusorganisation verweisen darauf, dass Torra Bay in der Regel nur in der namibischen Sommerferienzeit für Camping geöffnet ist und strikten Regeln unterliegt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonische Monumente sucht man an der Skeleton Coast vergeblich – hier dominiert die Natur. Doch gerade diese Abwesenheit klassischer Bauten macht die Küste zu einem „Freiluftmuseum“ der Elemente: Wind, Wasser und Sand modellieren die Landschaft ständig neu. Die Brandung frisst sich in Sandklippen, Dünen wandern und verschlingen alte Schiffswracks, Salznebel legt sich wie Patina auf alles, was der Mensch hierherbringt.

Ein charakteristisches Element der Skelettküste sind die Schiffswracks, die entlang der Küste verstreut liegen. Einige sind nur noch als verrostete Stahlteile oder Holzfragmente erkennbar, andere – weiter nördlich – stehen noch deutlich sichtbar im Sand. Das Namibia Tourism Board und deutschsprachige Reiseführer heben hervor, dass viele dieser Wracks im Laufe der Zeit teilweise von Dünen verschüttet wurden und heute nur noch bei bestimmten Sandlagen oder aus der Luft sichtbar sind. Sie erzählen von Navigationsfehlern, Motorpannen und der unerbittlichen Kombination aus Nebel und Strömung.

Auch Tierknochen, insbesondere von Walen und Robben, prägten historisch das Bild der Küste. Während der Walfangzeit wurden häufig Kadaver oder Knochenreste angespült, die entlang des Strands lagen und Seefahrern den makabren Namen „Skeleton Coast“ nahelegten. Moderne Naturschutzpolitik schützt Wale und Robben heute wesentlich stärker, doch Knochenreste gehören in einem natürlichen Ökosystem nach wie vor zum Landschaftsbild.

Ökologisch herausragend sind die großen Robbenkolonien entlang der Küste. Besonders bekannt ist Cape Cross südlich von Torra Bay, wo nach Angaben namibischer Naturschutzbehörden eine der größten Kolonien von Kap-Seebären (Cape Fur Seals) der Welt lebt. Deutsche Naturmagazine wie „National Geographic Deutschland“ berichten von zehntausenden Tieren, die sich dicht gedrängt am Ufer tummeln, begleitet von einem intensiven Geruch und lautem Bellen – ein Naturerlebnis, das Besucher entweder fasziniert oder überwältigt.

Die Vegetation der Skeleton Coast ist minimal, aber hochspezialisiert. Salt-tolerante Pflanzen, Flechten und Sukkulenten nutzen den Nebel des Atlantiks als wichtigste Wasserquelle. Forschende, unter anderem zitiert von der BBC und wissenschaftlichen Magazinen, beschreiben diese Nebelökosysteme als besonders anpassungsfähige Lebensgemeinschaften, die mit extrem wenig Niederschlag auskommen. Für Besucher ist dies oft schwer vorstellbar, da die Landschaft auf den ersten Blick vollständig leblos wirkt.

Auch aus künstlerischer Perspektive hat die Skelettküste eine eigene Ästhetik hervorgebracht. Fotografinnen und Filmemacher nutzen den markanten Kontrast zwischen hellen Sanddünen, dunklen Felsen und dem tiefen Blau-Grau des Atlantiks. In Bildbänden und Dokumentationen – etwa von ZDF, BBC oder GEO – wird die Küste häufig in dramatischem Licht gezeigt, mit aufziehendem Nebel, der Schiffswracks und Dünen teilweise verschleiert. Die visuelle Sprache erinnert an Endzeitlandschaften, wird aber gleichzeitig als eine Form wilder Schönheit inszeniert.

Skeleton Coast besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Skeleton Coast liegt im Nordwesten Namibias, entlang des Atlantiks. Torra Bay befindet sich im südlichen Teil des Skeleton Coast National Park, nördlich von Henties Bay und südlich der Flussmündung des Huab. Für Reisende aus Deutschland führen die meisten Routen zunächst nach Windhoek, den internationalen Flughafen der Hauptstadt. Nonstop-Flüge aus Deutschland können zeitweise angeboten werden; häufig erfolgt die Anreise jedoch mit Umstieg über große Drehkreuze in Europa oder im südlichen Afrika. Die reine Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Windhoek liegt typischerweise im Bereich von etwa 10 bis 12 Stunden, abhängig von Route und Zwischenstopps.
  • Weiterreise innerhalb Namibias
    Von Windhoek aus geht es meist per Mietwagen weiter. Deutsche Automobilclubs wie der ADAC empfehlen für Fahrten in abgelegene Regionen Namibias – einschließlich Skeleton Coast – ein robustes Fahrzeug, idealerweise mit Allradantrieb, insbesondere wenn Schotterpisten („Gravel Roads“) genutzt werden. Die Straße über Swakopmund oder Walvis Bay nach Henties Bay und weiter Richtung Torra Bay ist in Teilen asphaltiert, in anderen Abschnitten Schotter. Die tatsächlichen Straßenverhältnisse können variieren und sollten vor Abfahrt bei lokalen Behörden, der Unterkunft oder offiziellen Tourismusinformationen überprüft werden.
  • Eigenanreise, geführte Touren und Luftsafaris
    Viele Besucher entscheiden sich für geführte Touren in die Skeleton Coast, insbesondere in die nördlichen, stärker reglementierten Bereiche, die teils nur mit lizenzierten Veranstaltern erreicht werden dürfen. Deutsche Reiseveranstalter arbeiten häufig mit namibischen Partneragenturen zusammen, die Geländewagen-Touren oder auch Rundflüge („Scenic Flights“) anbieten. Luftaufnahmen sind besonders eindrucksvoll, da man aus der Luft die Schiffswracks, Dünen und Nebelbänke in ihrer Gesamtheit wahrnimmt. Reiseführer von Merian und Marco Polo betonen, dass der Norden der Skeleton Coast ohne organisierten Zugang touristisch kaum erreichbar ist, während der Bereich um Torra Bay zumindest saisonal mit dem eigenen Fahrzeug ansteuerbar ist, sofern Genehmigungen erteilt werden.
  • Öffnungszeiten und Zugang
    Die Skeleton Coast ist kein klassisches Ausflugsziel mit festen Torzeiten an jeder Stelle, aber der Skeleton Coast National Park hat kontrollierte Einfahrten und Regeln. Die Zugangsmöglichkeiten – insbesondere nach Torra Bay – können saisonal beschränkt sein. Offizielle Stellen in Namibia weisen darauf hin, dass Torra Bay in der Regel nur während der namibischen Sommerferien für Camping geöffnet ist und eine beschränkte Zahl an Stellplätzen zur Verfügung steht. Öffnungszeiten, Zugangspunkte und etwaige Genehmigungen können sich ändern und sollten aktuell über die offiziellen Seiten des Skeleton Coast National Park oder des Namibia Tourism Board überprüft werden. Es wird empfohlen, vor der Reise stets die neuesten Informationen einzuholen.
  • Eintritts- und Campinggebühren
    Der Zugang zum Skeleton Coast National Park ist in der Regel gebührenpflichtig, ebenso die Nutzung von Campingplätzen wie Torra Bay. Die konkreten Beträge hängen von Status (Inländer/Ausländer), Reisedatum und eventuellen Parkregelungen ab. Da Gebühren regelmäßig angepasst werden können, ist es ratsam, die aktuellen Tarife vorab direkt bei offiziellen Stellen oder der gebuchten Unterkunft zu prüfen. Deutsche Reiseportale und gedruckte Reiseführer weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle Preisangaben nur Momentaufnahmen sind. Wer kalkuliert, sollte in Euro planen und eine Umrechnung in Namibia-Dollar (N$) berücksichtigen; der Wechselkurs kann schwanken.
  • Beste Reisezeit
    Namibia liegt auf der Südhalbkugel. Die Skeleton Coast ist ganzjährig von einem kühlen, nebelreichen Küstenklima geprägt, das sich deutlich vom heißen Inland unterscheidet. Internationale Klimadaten und deutschsprachige Reiseinformationen beschreiben das Wetter an der Küste als relativ mild: Die Tageshöchsttemperaturen liegen meist deutlich unter denen der Namib-Wüste im Landesinneren, und der kalte Benguela-Strom sorgt für frische Winde und häufig dichten Nebel. Viele Reisende bevorzugen die trockeneren Wintermonate des südlichen Afrikas (etwa Mai bis September), wenn die Temperaturen im Inland angenehmer sind; an der Küste kann es dann jedoch kühl und windig werden, insbesondere morgens und abends. Die Sommermonate bringen tendenziell etwas höhere Temperaturen, aber weiterhin viel Nebel. Da sich Klimamuster langfristig ändern können, sollte man vor Abreise aktuelle Informationen prüfen.
  • Klima und Kleidung
    Aus deutscher Perspektive ist es wichtig zu wissen, dass die Skeleton Coast trotz Afrika-Klischee keinen „Badewetter“-Charakter hat. Der Atlantik ist kalt, das Baden oft nur kurzzeitig möglich und teilweise wegen starker Strömungen riskant. Gepolsterte Outdoor-Jacken, winddichte Kleidung, Mütze und Halstuch sind empfehlenswert, ebenso robuste Schuhe. Gleichzeitig sollte man im Inland Namibias mit großer Hitze rechnen – Zwiebellook ist daher ideal. Sonne und UV-Strahlung sind sehr intensiv, selbst bei Nebel; Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und Kopfbedeckung sind essenziell.
  • Sprache, Kultur und Kommunikation
    Die Amtssprache Namibias ist Englisch. Viele Einwohner sprechen zusätzlich lokale Sprachen sowie Afrikaans; Deutsch ist regional, insbesondere in ehemaligen deutsch-kolonial geprägten Städten wie Swakopmund oder Windhoek, weiterhin präsent, wird jedoch nicht überall verstanden. Für Reisen entlang der Skeleton Coast ist Englisch die wichtigste Kommunikationssprache. Für deutschsprachige Urlauber ist die Verständigung in der Regel gut möglich, da viele im Tourismus Tätige über solide Englischkenntnisse verfügen. In touristisch geprägten Orten findet man mitunter deutschsprachige Informationen oder Personal, darauf sollte man sich aber nicht verlassen.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    Landeswährung ist der Namibia-Dollar (N$), der meist im festen Verhältnis zum südafrikanischen Rand steht. Aus deutschen Quellen wie der Deutschen Zentrale für Tourismus in Zusammenarbeit mit namibischen Partnern geht hervor, dass Kreditkarten in Städten, Lodges und bei vielen touristischen Anbietern verbreitet sind. In abgelegenen Regionen – insbesondere an der Skeleton Coast – sollte man sich jedoch nicht ausschließlich auf Kartenzahlung verlassen. Bargeld in angemessener Höhe ist empfehlenswert, jedoch aus Sicherheitsgründen nicht in großen Summen. Mobile Payment ist weniger verbreitet als in Europa. Die Gepflogenheiten beim Trinkgeld ähneln vielen anderen Reisezielen im südlichen Afrika: In Restaurants sind rund 10 % üblich, sofern nicht bereits ein Servicezuschlag berechnet wurde; für Guides, Rangers und Gepäckträger werden kleine Trinkgelder geschätzt. Eine Pflicht besteht nicht, es handelt sich um eine freiwillige Anerkennung.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger gelten für Namibia – Stand allgemeiner Informationslage – in vielen Fällen visumfreie Kurzaufenthalte zu touristischen Zwecken, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Konkrete Bedingungen, erforderliche Reisedokumente und maximale Aufenthaltsdauer können sich allerdings ändern. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dasselbe gilt für sicherheitsrelevante Informationen. Für alle Reisen außerhalb Europas wird zudem eine passende Auslandskrankenversicherung empfohlen, da die europäische Krankenversicherungskarte in Namibia nicht gilt. Straßenverhältnisse, Wildtiere und große Distanzen erfordern umsichtiges Fahren und gute Reiseplanung; lokale Hinweise sollten stets ernst genommen werden.
  • Zeitverschiebung zu Deutschland
    Namibia liegt in einer anderen Zeitzone als Mitteleuropa. Je nach Jahreszeit, also abhängig von deutscher Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) und der jeweils gültigen Regelungen in Namibia, kann es zu einer Verschiebung von etwa ein bis zwei Stunden kommen. Da Zeitzonenregelungen politisch angepasst werden können, ist es sinnvoll, vor Reiseantritt die tagesaktuelle Zeitverschiebung über seriöse Informationsquellen oder die Fluggesellschaft zu überprüfen.
  • Gesundheit und Vorbereitung
    Das Auswärtige Amt sowie Reise- und Tropeninstitute empfehlen vor Fernreisen nach Namibia eine Basisberatung zu Impfungen und Gesundheitsrisiken. Für die Skeleton Coast sind neben allgemeiner Reisevorsorge vor allem Sonnenschutz, ausreichende Trinkwasservorräte, ein Basis-Verbandskasten und gegebenenfalls Mittel gegen Reiseübelkeit bei Geländefahrten wichtig. Aufgrund der großen Distanzen kann medizinische Hilfe weit entfernt sein; daher ist eine gute Vorbereitung essenziell. Trinkwasser sollte nach Empfehlung zahlreicher Reisemedien und Gesundheitsinstitutionen entweder sicher aus vertrauenswürdigen Quellen stammen oder aufbereitet werden.

Warum Skeleton Coast auf jede Torra Bay-Reise gehört

Wer Namibia besucht, denkt zunächst oft an rote Dünenfelder wie Sossusvlei oder Safari-Erlebnisse im Etosha-Nationalpark. Die Skeleton Coast ergänzt dieses Bild um eine völlig andere Facette: Sie zeigt, wie eng Meer und Wüste verbunden sein können und welche Kraft die Natur entfaltet, wenn kaum menschlicher Einfluss spürbar ist. Besonders rund um Torra Bay lässt sich dieses Wechselspiel unmittelbar erleben: Dünen reichen bis an den Atlantik, Nebelschwaden rollen über die Landschaft, und die Brandung dröhnt unablässig.

Aus deutscher Reise-Perspektive ist die Skelettküste ein Gegenentwurf zum dicht besiedelten Mitteleuropa. Statt Ortschaft an Ortschaft und Autobahn an Autobahn zu reihen, dominiert hier Weite. Viele deutschsprachige Reisereportagen, etwa in ZEIT Reisen oder im GEO-Spezial, heben die meditative Wirkung dieses Landstrichs hervor: kein Lichtsmog, kaum Mobilfunkempfang, nur der Rhythmus der Natur. Gerade in Zeiten digitaler Dauervernetzung kann eine mehrstündige Fahrt entlang der Küste, ohne andere Fahrzeuge zu sehen, als befreiend empfunden werden.

Torra Bay selbst dient vielen Reisenden als praktischer Ankerpunkt: ein Ort, an dem man die Nacht im Zelt verbringen, die Brandung hören und den Sternenhimmel beobachten kann. Gleichzeitig ermöglicht der Standort Tagesausflüge entlang der Küste oder ins Hinterland, sofern Straßenverhältnisse, Genehmigungen und Sicherheitsbedingungen dies zulassen. Einige deutschsprachige Veranstalter kombinieren Torra Bay mit Stopps in Henties Bay, Cape Cross und dem Damaraland, um eine abwechslungsreiche Route aus Küsten- und Wüstenerlebnissen zu gestalten.

Auch für Fotografie- und Naturfans lohnt sich die Skeleton Coast: die Kontraste zwischen Nebel, Dünen und Meer, die Spuren von Tieren im Sand, die Silhouetten von Wracks im Abendlicht – all das schafft Motive, die weit über das klassische Safari-Klischee hinausgehen. Reisemagazine verweisen immer wieder darauf, dass gute Lichtstimmungen häufig in den frühen Morgenstunden oder kurz vor Sonnenuntergang auftreten, wenn der Nebel sich lichtet oder wieder zuzieht.

Gleichzeitig mahnen Umweltorganisationen und Naturschutzbehörden zur Vorsicht und Rücksichtnahme: Offroad-Fahrten abseits ausgewiesener Pisten können empfindliche Vegetation zerstören und Spuren hinterlassen, die jahrelang sichtbar bleiben. Das Befahren von Dünen, das Stören von Robbenkolonien oder das Mitnehmen von Strandgut – etwa Knochen oder Holz – ist häufig reguliert oder verboten. Namibische Behörden und Informationsmaterialien des Skeleton Coast National Park betonen, dass nachhaltiger Tourismus nur funktioniert, wenn Besucher Regeln konsequent respektieren.

Für Reisende aus Deutschland, die gezielt das Besondere suchen, ist die Skeleton Coast damit ein Ziel, das sowohl emotional als auch intellektuell fordert: Sie konfrontiert mit der Macht der Natur, mit kolonialer Geschichte, mit Fragen zu Umweltschutz und nachhaltigem Reisen. Gleichzeitig schenkt sie Momente großer Stille und ein Landschaftsbild, das man so schnell nicht vergisst.

Skeleton Coast in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Die Skeleton Coast hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Motiv in sozialen Netzwerken entwickelt – weniger als Massenziel, sondern als Symbol für Extremnatur und „Off-the-grid“-Erlebnisse. Reiseinfluencer, Fotografen und Dokumentarfilmer teilen Bilder von Schiffswracks im Nebel, Drohnenaufnahmen von Dünenzungen, die ins Meer ragen, und Clips von Robbenkolonien, deren Lautstärke auch auf dem Smartphone beeindruckend wirkt.

Häufige Fragen zu Skeleton Coast

Wo liegt die Skeleton Coast genau?

Die Skeleton Coast befindet sich im Nordwesten Namibias entlang des Atlantiks und erstreckt sich über einen langen Küstenstreifen, der den Skeleton Coast National Park umfasst. Torra Bay liegt im südlichen Teil dieses Parks und dient als saisonaler Camping- und Ausgangspunkt.

Warum heißt die Skeleton Coast „Skelettküste“?

Der Name „Skeleton Coast“ geht auf die vielen Schiffswracks und Knochen angespülter Wale und Robben zurück, die Seefahrer hier früher vorfanden. Die Kombination aus gefährlichen Strömungen, Nebel und lebensfeindlicher Wüste machte die Küste zu einem Ort, der in historischen Reiseberichten oft mit Tod und Untergang verbunden wurde.

Kann man die Skeleton Coast individuell mit dem Mietwagen besuchen?

Teile der Skeleton Coast, insbesondere der südliche Abschnitt und der Bereich um Torra Bay, sind mit geeigneten Fahrzeugen und entsprechender Planung individuell erreichbar. Andere Bereiche, vor allem im nördlichen Parkteil, sind nur mit Genehmigungen oder im Rahmen geführter Touren zugänglich. Es ist wichtig, vor der Reise aktuelle Regelungen, Straßenverhältnisse und Sicherheitsinformationen bei offiziellen Stellen zu prüfen.

Welche Tiere kann man an der Skeleton Coast beobachten?

Typisch für die Skeleton Coast sind große Kolonien von Kap-Seebären (Robben), verschiedene Seevögel, gelegentlich Schakale sowie im Hinterland Oryxantilopen und andere Wüstentiere. In bestimmten Regionen kommen auch Wüstenelefanten und Wüstenlöwen vor, diese Gebiete liegen jedoch oft abseits der leicht zugänglichen Zonen und sind besonders sensibel.

Welche Reisezeit eignet sich für Besucher aus Deutschland am besten?

Die Skeleton Coast kann grundsätzlich ganzjährig besucht werden. Viele Reisende bevorzugen jedoch die südafrikanischen Wintermonate von etwa Mai bis September, wenn das Inlandklima angenehmer ist und sich die Küstennebel oft mit sonnigen Abschnitten abwechseln. Da Wetter- und Klimabedingungen variieren, sollte man vor der Reise aktuelle Informationen einholen und sich auf kühle, windige Küstentage einstellen.

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