Skanska Aktie: Rekord-Auftragsbestand
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 09:38 Uhr | Redaktion boerse-global.deSkanska hat im dritten Quartal 2026 deutlich mehr verdient und gleichzeitig so viele Aufträge eingesammelt wie nie zuvor. Der Auftragsbestand erreicht ein Allzeithoch. Ein Dämpfer kommt aus der Projektentwicklung, wo Wertberichtigungen das Bild trüben.
Bau treibt das Ergebnis
Der Umsatz stieg auf 49,4 Milliarden schwedische Kronen, nach 43,7 Milliarden im Vorjahresquartal. Währungsbereinigt entspricht das einem Plus von 12 Prozent. Das operative Ergebnis legte um 52 Prozent auf 2,1 Milliarden Kronen zu, Währungseffekte spielten dabei keine Rolle. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 4,14 Kronen, nach 3,07 Kronen.
Die Bausparte liefert den Großteil. Ihr operatives Ergebnis stieg auf 2,3 Milliarden Kronen, die Marge verbesserte sich auf 5,0 Prozent nach 4,2 Prozent. Über zwölf Monate gerechnet liegt sie bei 4,5 Prozent.
Noch auffälliger ist der Auftragseingang. Er sprang auf 68,0 Milliarden Kronen, im Vorjahr waren es 39,9 Milliarden. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz lag auf Sicht von zwölf Monaten bei 128 Prozent. Der Auftragsbestand wächst damit auf den Rekordwert von 328,3 Milliarden Kronen.
Projektentwicklung belastet
Weniger erfreulich fällt die Projektentwicklung aus. Dort blieb das operative Ergebnis mit minus 0,2 Milliarden Kronen negativ, wenn auch etwas besser als zuvor. Grund sind Abschreibungen: Bei gewerblichen Immobilien belasten unverkaufte, fertiggestellte Objekte mit 0,4 Milliarden Kronen. Im Wohnungsbau kommen Wertberichtigungen auf Goodwill und nicht strategische Grundstücke hinzu.
Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich auf 11,4 Prozent, nach 10,0 Prozent. Beim Cashflow aus dem operativen Geschäft drehte Skanska von null auf 2,8 Milliarden Kronen. Die bereinigte Nettoverschuldung wandelte sich bereits zuvor in ein Netto-Guthaben, das nun auf 11,6 Milliarden Kronen wuchs, nach 8,7 Milliarden Ende Juni.
Neuer Industrieauftrag in Norwegen
Passend zum vollen Orderbuch kommt eine Meldung aus Norwegen. Skanska baut für Hydro auf Karmøy eine neue Produktionsanlage für Aluminiumdraht. Die Ingenieurplanung für Elektrik, Hochspannung und Automation vergab Skanska an Rejlers und Aventi. Die Detailplanung soll im dritten Quartal 2027 stehen, die Anlage 2028 fertig sein. Die Kapazität liegt bei rund 110.000 Tonnen Aluminiumdraht im Jahr.
Die Telefonkonferenz zu den Zahlen begann heute um 10:00 Uhr. Dort dürften Fragen zur Margenentwicklung im Bau und zum weiteren Abschreibungsbedarf in der Projektentwicklung im Mittelpunkt stehen.
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