SK Hynix Aktie: Tarifkonflikt in Südkorea beigelegt
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 20:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
SK Hynix steht vor weitreichenden strategischen Weichenstellungen bei der internationalen Fertigung und im Heimatmarkt Südkorea. Das Unternehmen prüft Optionen für den Aufbau von Produktionskapazitäten in den Vereinigten Staaten, während zugleich innerbetriebliche und infrastrukturelle Fragen im Heimatland geklärt werden müssen. Die Entwicklungen spiegeln das Bestreben wider, die weltweite Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.
Ein wichtiger Schritt betrifft die Gespräche über eine Fertigung von Speicherchips in den USA. Als mögliche Optionen gelten das Anmieten von Flächen an Intels geplantem Standort in Ohio sowie ein Gemeinschaftsunternehmen mit Intel und großen Cloud-Anbietern.
Laut Reuters und CNBC ist bislang jedoch keine Vereinbarung und kein verbindlicher Produktionsplan beschlossen. SK Hynix stellte klar, dass Optionen zur Steigerung der globalen Wettbewerbsfähigkeit geprüft werden. Konkrete Kooperationen oder feste Vereinbarungen für eine US-Speicherfertigung sind bislang jedoch nicht finalisiert.
Pläne der Tochter Solidigm und Tarifeinigung
Die Konzerntochter Solidigm erwägt laut Medienberichten den Bau einer Fabrik für NAND-Flash-Speicher in den Vereinigten Staaten, wobei der Bundesstaat New York als führender Kandidat gilt. Auch zu diesem Vorhaben betonte SK Hynix, dass bislang keine spezifischen Pläne bestätigt worden seien.
In Südkorea gelang es dem Konzern am 16. September, einen innerbetrieblichen Konflikt beizulegen. Die Belegschaft billigte eine vorläufige Lohnvereinbarung mit dem Management. Nachdem die Beschäftigten einen früheren Entwurf noch knapp abgelehnt hatten, schließt die Einigung die diesjährigen Tarif- und Lohnverhandlungen formell ab.
Stromstreit um geplante Halbleiter-Megacluster
Am 14. September wiesen SK Hynix und Samsung Electronics eine finanzielle Forderung der Korea Electric Power Corp. zurück. Der staatliche Versorger hatte für die Stromversorgung geplanter Halbleiter-Megacluster eine Vorabzahlung von 25 Billionen Won verlangt, was 18,7 Milliarden $ entspricht.
Beide Halbleiterkonzerne stellten die Notwendigkeit derart hoher Vorauszahlungen infrage. Die gemeinsame Ablehnung unterstreicht den Widerstand gegen zusätzliche finanzielle Vorleistungen bei der Errichtung der groß angelegten Produktionszentren im Heimatmarkt.
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