Hynix, Aktie

SK Hynix Aktie: Bernstein senkt Kursziel deutlich

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 20:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Solidigm erweitert die Fertigung in Taiwan, während IBK und Bernstein SK Hynix unterschiedlich bewerten.

SK Hynix: Aktienrückkauf, Solidigm-Ausbau und geteilte Analystenurteile
Abstrakte Darstellung von Mikrochip-Strukturen und Halbleiter-Technologie in einem professionellen, analytischen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Der südkoreanische Halbleiterkonzern SK Hynix kommt bei der Umsetzung seines umfangreichen Programms zur Aktienrücknahme zügig voran.

Parallel zu den Kapitalmaßnahmen stärkt das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten im Segment für Hochleistungsspeicher, während im Speichersektor der Wettbewerb um Marktanteile und Fachkräfte anhält.

Ausbau der Kapazitäten für KI-Server

Neben dem Rückkauf eigener Anteile erweitert die Konzerntochter Solidigm ihre Fertigungsbasis in Taiwan. Medienberichten zufolge zielt der Ausbau darauf ab, den wachsenden Bedarf an SSD-Speichern für Rechenzentren innerhalb der Lieferkette für künstliche Intelligenz zu bedienen.

Hinsichtlich der künftigen Kapitalstruktur der NAND-Tochter herrscht unterdessen Zurückhaltung. SK Hynix hatte am 1. Oktober klargestellt, dass bezüglich der Kapitalpläne für Solidigm noch keine Beschlüsse gefasst worden seien.

Das Unternehmen prüfe verschiedene Optionen und wolle diese an den Interessen der bestehenden Aktionäre sowie am langfristigen Unternehmenswert messen. Medienberichte, wonach Solidigm ein Konsortium um Goldman Sachs und Morgan Stanley für einen US-Börsengang mandatiert habe, blieben von SK Hynix unbestätigt.

Unterschiedliche Signale aus den Analysehäusern

Vor den anstehenden Ergebnissen für das dritte Quartal 2026 gehen die Einschätzungen am Markt auseinander. Am Mittwoch bekräftigte IBK Investment & Securities die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von ?4 Millionen.

Das Haus begründete die positive Einstufung mit der anhaltenden Nachfrage nach KI-Speichern bei gleichzeitig begrenztem Angebotswachstum. Für das dritte Quartal prognostizierte das Institut einen Umsatz von ?95,8 Billionen und einen operativen Gewinn von ?75,1 Billionen.

Zurückhaltender äußerte sich Bernstein: Analyst Mark Li senkte das Kursziel von ?3,3 Millionen auf ?2,7 Millionen, beließ die Einstufung jedoch auf „Outperform“. Als Gründe nannte das Institut konservativere Annahmen bei der HBM-Preisentwicklung, erwartete Marktanteilsgewinne des Konkurrenten Samsung sowie berichtete Lieferschwierigkeiten bei der kommenden Generation HBM4.

Personeller Wettbewerb im Speichersegment

Zusätzliche Aufmerksamkeit zog am Dienstag ein Bericht aus der südkoreanischen Politik auf sich. Nach Angaben aus dem Büro der Abgeordneten Choi Soo-jin wechselten 27 ehemalige Beschäftigte von Samsung Electronics und SK Hynix zum chinesischen Speicherchiphersteller CXMT. Darunter befanden sich acht frühere Mitarbeiter von SK Hynix; vier weitere Personen waren im Laufe ihrer Karriere bei beiden koreanischen Halbleiterkonzernen tätig.

Am Markt für die Hinterlegungsscheine des Konzerns sorgten zuletzt das Auslaufen einer Haltefrist, Gewinnmitnahmen im Vorfeld der Quartalszahlen und schwächere Vorabdaten von Wettbewerbern für Kursdruck.

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