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Singapore Exchange Aktie: BlackRock bindet Aladdin an BidFX an

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der direkte FX-Zugang für Aladdin-Kunden trifft auf eine vorsichtigere DBS-Einschätzung wegen nachlassender Handelsdynamik.
Abstrakte Darstellung moderner Finanzhandelsinfrastruktur und digitaler Konnektivität in einem professionellen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Singapore Exchange erweitert heute gemeinsam mit BlackRock die Anbindung ihres Devisenhandels an Aladdin. Gemeinsame Kunden können über das SGX-FX-Ausführungssystem BidFX direkt aus Aladdin handeln. Die engere Verzahnung stärkt das Angebot für diese Kunden. Sie trifft allerdings auf eine vorsichtigere Analysteneinschätzung: DBS Group Research sieht im nachlassenden Handelswachstum ein Risiko für die Bewertung der Börsengesellschaft.

Direkter Zugang zum Devisenhandel

Die Erweiterung verbindet Aladdin enger mit der Handelsinfrastruktur von SGX FX. Für gemeinsame Kunden eröffnet sie einen direkten Ausführungsweg über BidFX. Damit betrifft die Neuerung den konkreten Zugang zum Devisenhandel und nicht lediglich eine Erweiterung des Produktangebots.

Singapore Exchange hat ihre Devisenplattformen bereits mit weiteren Handelsangeboten verknüpft. Im Februar erhielten Nutzer von BidFX und MaxxTrader Zugang zu CME-EBS Market und FX Spot+. Die nun vertiefte Zusammenarbeit mit BlackRock setzt diese Vernetzung fort.

Das Devisengeschäft bringt dafür eine wachsende Handelsbasis mit. Nach Angaben von SGX stieg das durchschnittliche tägliche Devisenvolumen in den zwölf Monaten bis Juni um 33,1% auf US$190,2 Mrd.

Für Anleger zählt allerdings nicht allein das über die Systeme abgewickelte Volumen. Entscheidend ist auch, wie sich die stärkere Handelsaktivität in den Erlösen niederschlägt. Hier meldete SGX ebenfalls Wachstum, wenn auch mit geringerem Tempo.

Der Nettoerlös im Devisengeschäft legte nach Unternehmensangaben um 12% zu. Die neue Anbindung ergänzt damit ein bereits wachsendes Geschäft. Eine konkrete Erlösprognose für die vertiefte Zusammenarbeit ist damit nicht verbunden.

DBS sieht Grenzen für die Bewertung

Die Fortschritte im Devisenhandel stehen einer zurückhaltenderen Einschätzung des gesamten Unternehmens gegenüber. DBS Group Research hat Singapore Exchange von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft. Das Kursziel sank von S$26,40 auf S$20.

Das Analysehaus verweist auf eine schmale Aktienmarktbreite und ein verlangsamtes Wachstum. Der zentrale Vorbehalt betrifft damit die Dynamik des Handelsgeschäfts: Wachstum gegenüber dem Vorjahr geht nicht automatisch mit einer weiteren Beschleunigung gegenüber dem Vorquartal einher.

DBS reduzierte die Gewinnschätzungen je Aktie bis zum Geschäftsjahr 2028 um 4–5%. Das neue Kursziel basiert auf dem 25-Fachen des erwarteten Gewinns dieses Geschäftsjahres.

Wachstum mit unterschiedlichem Tempo

Die Handelszahlen verdeutlichen diese Unterscheidung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg der durchschnittliche tägliche Wertpapierumsatz gegenüber dem Vorjahr um 33%. Gegenüber dem Vorquartal ging er jedoch um 8% zurück.

Auch das Derivategeschäft zeigte dieses Muster: Wachstum im Jahresvergleich stand einem Rückgang gegenüber dem Vorquartal gegenüber. Die Aladdin-Anbindung setzt somit einen konkreten operativen Akzent. Für eine günstigere Bewertungseinschätzung müsste sich aus Sicht von DBS jedoch auch die breitere Handelsdynamik verbessern. Die neue Verbindung allein beantwortet diesen Vorbehalt noch nicht.

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