Silber, Preis

Silber Preis: Wochenrückgang von 3,1 Prozent

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 18:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Robuste US-Daten und Inflationssorgen belasteten Silber; Analysten rechnen dennoch bis Dezember 2026 mit 70 US-Dollar je Unze.

Silberpreis verliert binnen einer Woche 3,1 Prozent durch US-Zinsängste
Gestapelte Silberbarren auf einer dunklen Schieferplatte bei gedimmter, natürlicher Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Frische Signale zur US-Wirtschaft haben den Silberpreis in dieser Handelswoche gebremst. Vor allem die jüngsten Einkaufsmanagerindizes für September und neue Inflationssorgen sorgten an den Terminmärkten für Zurückhaltung.

Zum Handelsschluss am Freitag notierte der COMEX-Frontmonat bei 64,71 US-Dollar je Feinunze. Zwar bedeutete dies ein leichtes Tagesplus von 0,7 Prozent. Auf Sicht von sieben Tagen verbuchte das Edelmetall jedoch einen Rückgang um 3,1 Prozent.

Druck durch Zinsfurcht und Dollarstärke

Hinter den jüngsten Abgaben steht vor allem die Furcht vor einer weiteren Straffung der Geldpolitik. Medienberichten zufolge preisen die Märkte nach den robusten September-Daten wieder eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im Oktober ein. Dies stützt die US-Währung und treibt die Anleiherenditen. Da Silber keine laufenden Erträge abwirft, leidet die Nachfrage traditionell unter einem Umfeld steigender Realzinsen.

Die Zinsdebatte überlagert damit andere stützende Faktoren. Selbst erhöhte Spannungen zwischen den USA und dem Iran konnten dem Edelmetall zuletzt keine nachhaltigen Impulse als Krisenwährung liefern.

An den internationalen Handelsplätzen gaben die Notierungen im Wochenverlauf spürbar nach. An der COMEX gerieten die Kontrakte zeitweise unter die Marke von 64 US-Dollar.

Trotz der aktuellen Konsolidierung blicken einige Marktbeobachter mittelfristig wieder optimistischer auf das Metall. Die Analysten erwarten bis Dezember 2026 einen Anstieg auf 70 US-Dollar je Unze. Bis September 2027 traut das Institut dem Rohstoff sogar einen Stand von 80 US-Dollar zu.

Als ein wesentliches Argument für künftige Preissteigerungen gilt die Lage auf der Angebotsseite. Das strukturelle Defizit am physischen Markt dürfte 2026 Medienberichten zufolge auf 46,3 Millionen Unzen anwachsen. Kurzfristig bleibt das Geschehen an den Terminmärkten jedoch von den Zinserwartungen in den USA geprägt. Solange die US-Notenbank ihren Kurs nicht lockert, dürfte das Aufwärtspotenzial bei Silber begrenzt bleiben.

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