Silber Preis: Schwaches Jobwachstum bremst Rally
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 05:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Silbermarkt bleibt das Tauziehen zwischen Zinsfurcht und geldpolitischer Entlastung das bestimmende Thema für die Preisbildung. Am Mittwoch meldete das US Bureau of Economic Analysis für August eine Zunahme des PCE-Preisindex um 0,3 % sowie ein Plus bei der Kernrate von 0,2 %.
Da beide Kennziffern unter den vorab prognostizierten Werten lagen, keimte an den Rohstoffmärkten vorübergehend Hoffnung auf ein moderateres Vorgehen der Notenbank auf.
Begleitet wurde diese Entwicklung von beruhigenden Tönen: John Williams, Präsident der New Yorker Federal Reserve, merkte an, dass die Geldpolitik bei weiteren Zinsschritten nicht zur Eile gezwungen sei. Dennoch schloss der Front-Month-Kontrakt an der COMEX am Freitag bei 60,71 USD je Feinunze.
Wechselhafte Signale aus der US-Wirtschaft
Zusätzliche Bewegung brachte im weiteren Wochenverlauf der US-Arbeitsmarktbericht September. Laut der Nachrichtenagentur Reuters entstanden in den Vereinigten Staaten im Erhebungsmonat 29.000 neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft, während von der Agentur befragte Ökonomen im Vorfeld von 90.000 Stellen ausgegangen waren.
Trotz dieses Rückgangs blieb ein nachhaltiger Aufschwung für das Edelmetall aus, da anhaltend hohe Renditen von US-Staatsanleihen die Nachfrage dämpften.
Dass die Vorsicht an den Märkten dominiert, wurzelt auch in den vorangegangenen Straffungen der Notenbank, was zinslose Anlageklassen gegenüber festverzinslichen Wertpapieren in den vergangenen Wochen deutlich zurückgeworfen hat.
Parallel dazu heizten geopolitische Entwicklungen die Inflationsdebatte erneut an. Medienberichten zufolge wies US-Präsident Donald Trump am 28. September einen Vorschlag des Irans zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurück. Die damit verbundene Sorge vor steigenden Energiekosten hielt das Zinsszenario am Leben.
Langfristige Perspektiven und Bankenprognosen
Trotz des jüngsten Gegenwinds blicken einige Marktbeobachter mit Zuversicht auf die kommenden Monate.
Bis solche Szenarien greifen können, muss der Markt jedoch die aktuelle Konsolidierung verarbeiten. Auf Sicht von sieben Tagen steht für das Edelmetall ein Minus von 6,2 % zu Buche, womit der Kurs unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 65,51 USD verharrt. Ausschlaggebend für die kurzfristige Richtung dürfte sein, ob sich die jüngsten Anzeichen einer abkühlenden Konjunktur in weiteren US-Daten bestätigen.
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