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Silber Preis: Micro-Futures-Volumen springt 61 Prozent

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 14:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Micro-Silber-Futures gewinnen an Handelsvolumen, während ein prognostiziertes Defizit und US-Konjunkturdaten den Markt prägen.

Silbermarkt: Micro-Futures legen zu, COMEX-Bestände verändern sich
Ein Stapel physischer Silberbarren auf einer dunklen industriellen Oberfläche bei gedimmter, kinoreifer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Das Interesse von Marktteilnehmern an kleineren Kontraktgrößen am Edelmetallmarkt hat zum Ausklang des dritten Quartals spürbar angezogen. Nach Angaben des Börsenbetreibers CME Group stieg das durchschnittliche Tagesvolumen der Micro-Silber-Futures im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 61 Prozent auf 58.000 Kontrakte. Am Terminmarkt notierte der Schlusskurs für Silber am Freitag bei 60,71 US-Dollar je Feinunze.

Umschichtungen in den COMEX-Lagerhäusern

Parallel zur erhöhten Handelsaktivität verzeichneten die Lagerstätten der New Yorker Warenterminbörse spürbare Bewegungen. In der Woche vom 18. bis 25. September kletterten die gesamten COMEX-Silberbestände um rund 2,5 Millionen Unzen auf einen Stand von 332,6 Millionen Unzen.

Die Zusammensetzung dieser Bestände offenbart dabei eine deutliche Verschiebung. Während die registrierten Bestände, die den Börsenteilnehmern direkt zur Erfüllung physischer Lieferverpflichtungen zur Verfügung stehen, um eine Million Unzen sanken, stiegen die sogenannten Eligible-Bestände um 3,5 Millionen Unzen an.

Diese Kategorie umfasst bankfähiges Silber, das zwar in den zugelassenen Depots lagert, von den Eigentümern derzeit jedoch nicht für den unmittelbaren Lieferprozess freigegeben ist.

Angebotsdefizit trifft auf Nachfragesorgen

Auf der fundamentalen Seite prägt die anhaltende Verknappung das Marktgefüge. Das Silver Institute und Metals Focus prognostizieren für das Jahr 2026 ein Angebotsdefizit von 46,3 Millionen Unzen. Sollte sich diese Prognose bestätigen, wäre es für den Silbermarkt bereits das sechste Unterdeckungsjahr in Folge.

Neben dieser Lücke zwischen Förderung und Verbrauch verweisen Marktbeobachter zudem auf ein begrenztes Wachstum des weltweiten Minenangebots. Auf der anderen Seite sorgen Medienberichten zufolge wiederkehrende Sorgen um die globale Industriekonjunktur für Zurückhaltung bei den Käufern.

Zinsdruck und wichtige Konjunkturtermine

Zuletzt wurde die Preisentwicklung maßgeblich von den Erwartungen an die US-Geldpolitik beeinflusst. Ein festerer US-Dollar sowie gestiegene Renditen für US-Staatsanleihen hatten Silber zuvor unter Verkaufsdruck gesetzt, da zinslose Edelmetalle in einem Umfeld steigender Renditen an relativer Attraktivität einbüßen.

Für die neue Handelswoche stehen richtungsweisende Termine im Kalender. Am Montag publiziert das Institute for Supply Management den ISM-Dienstleistungsindex für die USA für den Monat September.

Am Mittwoch, den 7. Oktober, folgt die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der Federal Reserve zur FOMC-Tagung vom 15. und 16. September. Marktteilnehmer erhoffen sich von beiden Veröffentlichungen neue Erkenntnisse über den weiteren Zinspfad der US-Währungshüter.

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