Silber Preis: Lieferungen an COMEX brechen ein
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 09:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deRuhigere physische Abwicklung an der Terminbörse
An den Rohstoffmärkten richtet sich das Augenmerk verstärkt auf das physische Geschehen an der New Yorker Warenbörse COMEX sowie auf die industrielle Nachfrage. Im laufenden Monat Oktober wurden bis zum vergangenen Freitag 1.286 Kontrakte des Silber-Futures zur physischen Auslieferung gemeldet. Im Vormonat September hatte die Zahl der ausgelieferten Kontrakte noch 4.529 betragen.
Die CME Group wies die gesamten Silberbestände in den COMEX-Lagerhäusern zuletzt mit 333,75 Millionen Unzen aus. Davon entfielen 103,12 Millionen Unzen auf die lieferbare Kategorie registered. Trotz des Bestandsniveaus verwies der Börsenbetreiber auf ein weiterhin knappes physisches Angebot, während der Silber-Future im September um 9,6 Prozent nachgegeben hatte.
Nachfrageimpulse aus der Industrie erwartet
Für die weitere Preisentwicklung spielt der reale Bedarf aus der verarbeitenden Industrie eine entscheidende Rolle. Silber wird in großen Mengen in der Elektronikfertigung sowie in industriellen Prozessen benötigt. Die wirtschaftliche Dynamik in den großen Produktionszentren bestimmt maßgeblich darüber, ob die Nachfrage das Marktangebot stützen kann.
Zum Wochenauftakt am 19. Oktober veröffentlicht Peking die chinesischen Daten zur Industrieproduktion für September. Marktbeobachter betrachten die Zahlen als wichtigen Indikator für den Silberbedarf der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Zugleich steht am Montagabend ein neuer Bericht zu den Lagerbeständen der COMEX an.
Makroökonomischer Gegenwind vor Fed-Sitzung
Neben den Industriedaten prägt die Geldpolitik das Geschehen bei den Edelmetallen. Michael Blumenroth, Rohstoffstratege bei der Deutschen Bank, verwies auf Belastungen für Edelmetalle durch Währungs- und Zinsfaktoren. Vor diesem Hintergrund rückt die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am 27. und 28. Oktober in den Mittelpunkt.
Am Freitag beendete das Edelmetall den Handel bei 57,13 USD je Feinunze. Damit notiert der Silberpreis 11 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 64,31 USD. Seit Beginn des Jahres beläuft sich das Minus auf 19 Prozent.
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