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Silber Preis: JPMorgan erwartet 85 Dollar

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 08:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

JPMorgan erwartet langfristig höhere Silberpreise, während Industriebedarf, Zinsen und geopolitische Spannungen den Markt beeinflussen.

JPMorgan sieht Silberpreis auf 85 Dollar steigen
Gestapelte Silberbarren auf einem dunklen Holztisch in einem Tresor bei gedimmtem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Bankanalysten erwarten Durchschnittspreis von 85 Dollar

Die US-Bank JPMorgan stellt für die kommenden Jahre spürbare Zuwächse beim Silberpreis in Aussicht.

Als wesentlichen Pfeiler dieser Entwicklung sehen die Experten den realen Bedarf der Industrie. Rund 60 Prozent der gesamten Silbernachfrage, gerechnet ohne Zuflüsse in börsengehandelte Indexfonds, entfallen auf industrielle Anwendungsbereiche. Diese breite wirtschaftliche Verwendung federt zyklische Schwankungen ab und sichert dem Edelmetall eine kontinuierliche Grundnachfrage.

Zwischenzeitlich hatten veränderte Zinserwartungen das Metall empfindlich getroffen. Dennoch bleibt der längerfristige Ausblick der Analysten konstruktiv.

Notierung stabilisiert sich über wichtigem Durchschnitt

Am Terminmarkt zeigte sich der Kurs zum Ende der vergangenen Handelswoche gefestigt. Der Schlusskurs für Silber lag am Freitag bei 66,78 USD je Feinunze. Damit behauptet sich das Edelmetall über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 64,34 USD.

Gegenüber dem bisherigen Jahreshoch besteht gleichwohl noch ein beträchtlicher Abstand. Zu Beginn der neuen Handelswoche tendierten die Notierungen in Asien seitwärts. Das Gold-Silber-Verhältnis verringerte sich dabei leicht auf 65,8 Punkte nach 66,1 Punkten am vorangegangenen Handelstag.

Die physischen Lagerbestände zeigen ein verhaltenes Bild. An der Shanghai Futures Exchange sanken die Vorräte im Wochenvergleich um 124 Kilogramm, während die Bestände des iShares Silver Trust bei gut 15.226 Tonnen verharrten. Diese geringe Veränderung spiegelt die derzeitige Zurückhaltung größerer Marktteilnehmer wider.

Politischer Gipfel und Geopolitik im Fokus

Über die Rohstoffmärkte hinaus richten Investoren ihr Augenmerk auf anstehende diplomatische Termine. In Washington kommt es in dieser Woche zu einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Verhandelt werden soll über zentrale Streitpunkte wie Handelszölle und den Bereich der Künstlichen Intelligenz.

Die Verhandlungen stehen unter zeitlichem Druck, da der vereinbarte Waffenstillstand im Handelskonflikt im November ausläuft. Eine erneute Anhebung der Zölle könnte den internationalen Warenverkehr belasten und damit auch die industrielle Nachfrage nach Metallen dämpfen.

Zusätzliche Vorsicht speist sich aus dem Nahen Osten nach gemeldeten Houthi-Angriffen auf Saudi-Arabien am Wochenende. Marktbeobachter wägen vor diesem Hintergrund geopolitische Risiken gegen die strafferen Zinskonditionen ab.

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