Silber Preis: Inflationsdaten am 14. Oktober entscheidend
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 03:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Freitag hat sich der Silberpreis im Sog spürbar gesunkener Rohölnotierungen um 2,8 Prozent auf 61,11 USD je Feinunze verteuert. Nach drei Verlusttagen sorgte die Entspannung am Energiemarkt für Erleichterung unter den Anlegern, da rückläufige Ölpreise den Inflationsdruck und damit die Zinssorgen dämpften. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, legte Silber im Verbund mit anderen Edelmetallen zu, während der US-Dollar nachgab.
Entlastung an den Zins- und Devisenmärkten
Die vorangegangene Schwächephase war maßgeblich durch anziehende Renditen bei US-Staatsanleihen und eine Phase der Dollar-Stärke geprägt worden. Medienberichten zufolge brachte neben dem nachlassenden Preisdruck beim Rohöl auch eine starke Nachfrage bei einer US-Auktion 30-jähriger Staatsanleihen Entlastung für das zinslose Edelmetall. Die Abkühlung der langfristigen Renditen bremste den Aufwärtstrend der US-Währung und verschaffte den Notierungen Spielraum für eine Gegenbewegung.
Für die Anleger bleibt die Zinsentwicklung der entscheidende Taktgeber. Das Zusammenspiel aus US-Konjunkturdaten und den Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve steuert die Kapitalflüsse zwischen festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Rohstoffen, was bei Silber regelmäßig zu ausgeprägten Kursschwankungen führt.
Konjunkturdaten und Marktbilanz im Fokus
Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich auf die Veröffentlichung neuer Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten. Das U.S. Bureau of Labor Statistics legt den US-Verbraucherpreisindex für September am 14. Oktober 2026 um 8:30 Uhr US-Ostküstenzeit vor. Von diesen Zahlen erhoffen sich Anleger neue Signale für die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank.
Parallel dazu rückt die fundamentale Lage des Marktes in den Blick. Beim Angebotsdefizit am Silbermarkt, das vor rund zwei Wochen thematisiert wurde (seither +0,7 %), prognostizierte das Brancheninstitut Silver Institute für 2026 eine Unterdeckung von 46,3 Millionen Unzen.
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