Silber, Preis

Silber Preis: COMEX-Bestände um 2,5 Millionen Unzen gestiegen

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 19:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Höhere Lagerbestände treffen auf eine für 2026 erwartete schwächere Solarnachfrage aus China und einen Silberpreis im Jahresminus.

Silbermarkt: Londoner Bestände erholen sich, Solarnachfrage sinkt
Gestapelte Silberbarren in einem Tresorraum eines Edelmetallhändlers. Illustration mit AI erstellt.

Die Versorgungslage am physischen Silbermarkt zeigt deutliche Anzeichen einer Entspannung. Nach Einschätzung der Deutschen Bank haben sich die frei verfügbaren Silberbestände in London spürbar erholt und das höchste Niveau seit November 2024 erreicht. Gleichzeitig trüben sich zentrale industrielle Nachfragetreiber ein: Die Nachfrage aus dem chinesischen Solarsektor dürfte im Jahr 2026 um etwa ein Drittel unter dem Niveau des Vorjahres liegen.

Diese Prognose steht im Kontrast zum vor gut einer Woche prognostizierten sechsten jährlichen Defizit in Folge, das Metals Focus und das Silver Institute für das Gesamtjahr 2026 noch mit rund 46 Millionen Unzen beziffert hatten.

Auch die Lagerbestände an den Terminbörsen spiegeln den jüngsten Zufluss wider. An der COMEX stiegen die Bestände in der Woche zum 25. September um rund 2,5 Millionen Unzen auf insgesamt 332,6 Millionen Unzen. Während die registrierten Bestände dabei um eine Million Unzen nachgaben, legten die sogenannten Eligible-Bestände um 3,5 Millionen Unzen zu.

Zinsfantasie dämpft den Verkaufsdruck

Parallel zu den fundamentalen Lagerdaten bleibt das makroökonomische Umfeld für das unverzinsliche Edelmetall richtungsweisend. Zum Wochenschluss am Freitag notierte die Feinunze an der COMEX bei 60,71 USD, womit das Edelmetall seit Jahresanfang ein Minus von 14 Prozent aufweist.

Etwas Entlastung brachte der US-Arbeitsmarktbericht, der mit 29.000 neu geschaffenen Stellen schwächer als erwartet ausfiel.

Neue Impulse erwarten Marktteilnehmer von wichtigen Konjunktur- und Zinsterminen im weiteren Wochenverlauf. Am heutigen Montag stehen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aus den USA und der Eurozone an.

Am Mittwoch, 7. Oktober, folgt die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank, das weitere Details zum Zinspfad liefern könnte. Mit einem Abstand von 50 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt der Silberpreis vor diesen richtungsweisenden Daten in einer abwartenden Haltung.

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