Silber Preis: Bestände springen über 337 Millionen Unzen
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 19:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zum Start in das vierte Quartal zeichnet sich an der US-Warenterminbörse Comex eine Zunahme der registrierten Silberbestände ab. Nach Angaben der CME Group kletterten die physisch hinterlegten Gesamtreserven per Stichtag am Donnerstag auf 337,58 Millionen Unzen. Für Marktteilnehmer liefert diese Entwicklung ein wichtiges Signal zur aktuellen Verfügbarkeit des Metalls für die Abwicklung von Terminkontrakten.
Physische Reserven überspringen runde Marke
Den Börsendaten zufolge stiegen die Bestände von 332,92 Millionen Unzen am 25. September innerhalb weniger Tage spürbar an. Maßgeblich für diesen Zuwachs war vor allem die Kategorie „registered“, die unmittelbar für Lieferverpflichtungen an der Börse bereitsteht.
Weitere 236,48 Millionen Unzen entfallen auf die Kategorie „eligible“, die zwar den Standards entspricht, aber nicht zur sofortigen Auslieferung registriert ist.
Parallel dazu setzte sich die reguläre Kontraktabwicklung fort. Zum Auftakt des Oktober-Lieferzyklus wurden am Donnerstag 70 COMEX-Silber-Lieferanzeigen verzeichnet. Zuvor war der Kontraktzyklus für den September mit kumuliert 6.773 Lieferanzeigen für Standardkontrakte zu Ende gegangen.
Gegenwind durch Dollar und Anleiherenditen
Trotz des leichten Bestandsaufbaus an der Terminbörse geriet der Silberpreis zuletzt unter Verkaufsdruck. Gestern ging die Feinunze an der Comex mit einem Schlusskurs von 60,71 USD aus dem Handel. Über die vergangenen sieben Tage verzeichnete das Edelmetall damit ein Minus von 6,2 Prozent.
Als wesentliche Bremsfaktoren erwiesen sich ein festerer US-Dollar sowie ein anhaltend hohes Renditeniveau bei US-Staatsanleihen. Zwar brachte die Zinsentscheidung vor rund zwei Wochen zunächst Bewegung in die Notierungen, doch die Aussicht auf längerfristig erhöhte Zinsen dämpfte das Interesse an zinslosen Edelmetallen. Auch geopolitische Risiken nach den Spannungen in der Straße von Hormuz vor gut drei Wochen führten zu keiner nachhaltigen Erholung.
Zinsausblick bleibt entscheidend
Für die weitere Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten richtet sich das Augenmerk der Anleger nun auf die kommenden Konjunkturdaten aus den USA. Am 14. Oktober steht die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex an, die neue Hinweise auf die künftige Zinspolitik der Federal Reserve liefern dürfte. Mit einem aktuellen Niveau unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 65,47 USD bleibt die charttechnische Verfassung des Edelmetalls vorerst angeschlagen.
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