Silber, Preis

Silber Preis: Bank of America erwartet 75 Dollar in 2027

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 19:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Bank kalkuliert 2026 mit einem Silberüberschuss und geringerem Solarverbrauch, setzt für das zweite und dritte Quartal 2027 jedoch 75 USD an.
Ein Stapel glänzender Silberbarren auf einer dunklen Schieferplatte bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Bank of America sieht bei Silber kurzfristig wenig Spielraum, erwartet für das kommende Jahr aber deutlich höhere Preise. Die heute veröffentlichte Einschätzung verbindet einen verhaltenen Jahresend-Ausblick mit einer optimistischeren Perspektive für 2027. Entscheidend ist dabei ein Risiko: Technologische Veränderungen könnten den Silberverbrauch der Solarbranche stärker bremsen.

Hohe Ziele mit zeitlichem Vorbehalt

Für das vierte Quartal 2026 erwartet Bank of America einen Silberpreis von 55 USD je Feinunze. Für das zweite und dritte Quartal 2027 prognostiziert sie dagegen jeweils 75 USD. Das ist keine unmittelbare Trendwende-Prognose, sondern ein Ausblick mit klar unterschiedlichen Zeithorizonten.

Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich. Das höhere Preisziel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bank zunächst vorsichtig bleibt. Ihre Erwartungen für das Jahresende und die anschließenden Quartale beschreiben keinen bereits gesicherten Erholungspfad.

Der COMEX-Front-Month schloss gestern bei 57,23 USD je Feinunze und damit oberhalb der kurzfristigen Bankprognose. Diese Gegenüberstellung unterstreicht die zurückhaltende Jahresenderwartung. Das weiter entfernte Kursziel allein liefert deshalb noch keine Bestätigung für eine kurzfristige Aufwärtsbewegung.

Solarverbrauch als Unsicherheitsfaktor

Bank of America rechnet für 2026 mit einem Silberüberschuss. Als Risiko nennt sie eine beschleunigte Substitution. Durch technologische Veränderungen könnte der Silberverbrauch der Solarbranche nach ihrer Einschätzung im selben Jahr um 11 % sinken.

Die Einschränkung auf die Solarbranche ist wichtig: Die Prognose beschreibt keinen entsprechenden Rückgang der gesamten industriellen Silbernachfrage. Sie zeigt vielmehr, dass der Materialeinsatz innerhalb eines einzelnen Absatzmarktes die Nachfrageentwicklung verändern kann.

Damit stellt die Bank einen konkreten Vorbehalt neben ihren längerfristig optimistischen Preisausblick. Wer auf steigende Silberpreise setzt, sollte die Verbrauchsentwicklung der Solarindustrie deshalb nicht mit der gesamten industriellen Nachfrage gleichsetzen. Ebenso wenig ist das höhere Preisziel eine Aussage darüber, dass sich jeder Nachfragebereich günstig entwickelt.

Sprott betont die träge Angebotsreaktion

Er verwies auf die Nachfrage aus Elektronik und KI-Infrastruktur. Zugleich könne das Angebot nur langsam reagieren, weil Silber häufig als Nebenprodukt anderer Minen anfalle.

Zhu nannte außerdem Realzinsen, Inflationserwartungen und US-Schulden als Einflussgrößen des Silberpreises. China-Nachfrage, Aufschläge in Shanghai und steigende ETF-Bestände deuteten seiner Einschätzung nach auf Anlegerinteresse hin.

Die Aussagen machen deutlich, warum eine einzelne Nachfrageprognose den Silberausblick nicht vollständig erklärt. Technologische Einsparungen stehen anderen industriellen Anwendungen und einer begrenzten Angebotsreaktion gegenüber. Für Anleger bleibt deshalb die Trennung der Zeithorizonte entscheidend: Bank of America erwartet höhere Preise erst im kommenden Jahr, während ihre kurzfristige Prognose weiterhin Vorsicht signalisiert.

Anzeige

Silber Preis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 20. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | XC0009653103 | SILBER | boerse | 70376521 |