Silber, Preis

Silber Preis: 7 Millionen Unzen aus Lagern entzogen

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

An der COMEX wurden 30,84 Millionen Feinunzen zur Lieferung gemeldet. Zugleich gingen Silbervorräte zurück; Indiens Importe sanken im Mai deutlich.

Silber: COMEX-Lieferungen steigen, während Lagerbestände sinken
Ein Stapel glänzender Silberbarren in einem Tresorraum bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Starke physische Nachfrage an den US-Terminmärkten sorgt für Bewegung beim Silber. An der COMEX wurden für den Kontraktmonat September 6.168 Liefermeldungen registriert, die ein Volumen von 30,84 Millionen Feinunzen umfassen. Am Dienstag zog der Silberpreis an und schloss bei 67,61 USD je Feinunze, was einem Tagesplus von 1,6 Prozent entspricht.

Spürbare Abflüsse aus den Lagerhäusern

Die hohe Zahl an Lieferanträgen spiegelt sich direkt in den Beständen der Terminbörse wider. Medienberichten zufolge verließen am Montag innerhalb einer einzigen Woche rund 7 Millionen Unzen Silber die registrierten Depots. Dies verstärkt den Trend abnehmender Vorräte, der sich bereits über die vergangenen Monate abzeichnete.

Laut einem Lagerbericht der CME Group lagen die gesamten Bestände in den zugelassenen Lagerhäusern Anfang September noch bei 338,1 Millionen Feinunzen, was 10.515 Tonnen entspricht. Davon entfielen 238,7 Millionen Unzen auf die Kategorie „eligible“ und 99,4 Millionen Unzen auf den direkt lieferbaren Status „registered“.

Marktenge trifft auf verändertes Umfeld

Der physische Entzug an den Handelsplätzen fügt sich in ein anhaltendes strukturelles Defizit ein. Laut dem World Silver Survey 2026 des Silver Institute vom 15. April verzeichnete der Markt im vergangenen Jahr das fünfte Defizitjahr in Folge. Für 2026 rechnete das Institut mit einem sechsten aufeinanderfolgenden Fehlbetrag von 46,3 Millionen Unzen, begleitet von einem erwarteten Anstieg der physischen Investitionsnachfrage um 18 Prozent.

Gleichzeitig dämpfen regulatorische Maßnahmen in wichtigen Absatzmärkten das Geschehen. Wie Reuters meldete, beschränkte die indische Regierung seit Mitte Mai Silbereinfuhren durch zusätzliche Genehmigungspflichten. In der Folge brachen die indischen Importe im Mai auf 46,8 Tonnen ein, verglichen mit 534,3 Tonnen im Vorjahresmonat.

Preislich notiert das Edelmetall derzeit deutlich unter seinem bisherigen Rekordstand. Am 29. Januar erreichte Silber ein Allzeithoch von über 121 USD je Unze. Nach der darauffolgenden Korrektur liegt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 44 Prozent, während die jüngste Auslieferungswelle den Kurs im September stabilisiert.

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