Sight Sciences Aktie: Führung verkauft Anteile
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 11:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gleich drei Top-Manager von Sight Sciences haben Anfang Oktober Aktien verkauft. Das klingt nach einem Warnsignal, ist aber vor allem Routine: Alle drei Transaktionen dienten laut Meldungen dazu, Steuerschulden aus dem Vesting von Restricted Stock Units zu begleichen.
Drei Verkäufe, kleine Volumina
Betriebschefin Alison Bauerlein trennte sich am 2. Oktober von 25.260 Aktien, Erlös rund 223.600 Dollar. Finanzchef James Rodberg verkaufte am selben Tag 7.208 Aktien für etwa 63.800 Dollar. Technikchef und Direktor David Badawi folgte bereits am 1. Oktober mit 7.797 Papieren für gut 70.500 Dollar.
Die Preise lagen zwischen 8,68 und 9,25 Dollar. Die Summen sind überschaubar, die Bestände bleiben groß. Bauerlein hält weiterhin 639.449 Aktien und Aktienrechte, Rodberg 216.829. Badawi kommt auf knapp zwei Millionen Titel, den Großteil davon als frei gehaltene Stammaktien.
Starker Lauf, hohe Bewertung
Die Aktie hat sich binnen eines Jahres um 178 Prozent verteuert, in den vergangenen sechs Monaten legte sie um 158 Prozent zu. Zuletzt schloss sie bei 8,89 Dollar, ein Tagesplus von knapp fünf Prozent. Nach der Bewertungsanalyse von InvestingPro liegt der Kurs über dem fairen Wert, zudem bleibt das Papier stark schwankungsanfällig.
Fundamental stützt vor allem das zweite Quartal den Anstieg. Der Umsatz wuchs um 20 Prozent auf 23,4 Millionen Dollar, das ist das schnellste Tempo seit 2023 und das zweite Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum.
Der Nettoverlust schrumpfte deutlich, die Bruttomarge legte zu und liegt bei rund 88 Prozent. Die Prognose für den Jahresumsatz hob das Unternehmen an. Die Aktie gab nach den Zahlen dennoch zunächst nach. Marktteilnehmer hatten offenbar noch mehr erwartet.
Neuer Rechtschef
Personell hat sich ebenfalls etwas getan. Kashif Rashid übernimmt als Chief Legal Officer und Corporate Secretary. Er kommt unter anderem von Nevro und Atara Biotherapeutics und folgt auf Jeremy Hayden, der die Position verlässt.
Die Verkäufe der Führungsriege sind damit kein Indiz für schwindendes Vertrauen. Sie spiegeln die Mechanik aktienbasierter Vergütung nach einem starken Kursjahr. Ein neuer Impuls steht mit den nächsten Quartalszahlen an, deren Termin das Unternehmen noch nicht genannt hat.
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