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Siemens Energy Aktie: Musk sorgt für Nervosität

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 18:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Siemens Energy verliert im Dax 3,5 Prozent. Neben Musks Turbinenschaufel-Plänen sorgt vor allem die geplante Spaltung für Unsicherheit.

Siemens Energy unter Druck: Musk-Aussage und Spaltung belasten
Abstrakte Darstellung einer Hochspannungsanlage bei Sonnenuntergang als Symbol für Energie und Marktunsicherheit Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Siemens Energy beendet den Montag als Schlusslicht im Dax. Die Aktie verliert rund 3,5 Prozent und rutscht auf ein Niveau von etwa 143 bis 144 Euro. Zwei Themen drücken gleichzeitig auf die Stimmung: eine Äußerung von Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk sowie die laufende Abspaltung einer ganzen Sparte.

Musk bringt Turbinenschaufeln ins Spiel

Ein Händler führte die Kursschwäche auf Aussagen von Musk zurück, wonach SpaceX künftig selbst Turbinenschaufeln fertigen wolle. Grund seien lange Wartezeiten bei Gasturbinen, die den Ausbau der Rechenzentren des Unternehmens verzögern.

Die Aussage trifft einen Konzern, der nach eigenen Angaben nahezu die gesamte Energiewertschöpfungskette abdeckt — von der Stromerzeugung über die Übertragung bis zur Wasserstofftechnik. Ob sich daraus tatsächlich ein Nachfragerisiko für Gasturbinen entwickelt, bleibt offen.

Charttechnisch verschärft sich die Lage. Die Aktie bewegt sich bereits mehrere Tage unterhalb der 50-Tage-Linie, die runde Marke von 150 Euro lässt sich weder verteidigen noch schnell zurückerobern. Das 52-Wochen-Hoch aus dem April liegt inzwischen mehr als 30 Prozent entfernt. Auf Sicht von drei Monaten steht ein Kursverlust von etwa 10 Prozent, auf Jahressicht bleibt trotzdem noch ein Plus von rund 65 Prozent.

Abspaltung bleibt der größere Belastungsfaktor

Neben der Musk-Äußerung wiegt die angekündigte Trennung von der Sparte Transformation of Industry schwerer. Der Aufsichtsrat hat vergangene Woche grünes Licht für die Ausgliederung des Bereichs mit Dampfturbinen- und Wasserstoffgeschäft gegeben, der künftig unter der Marke Omterra auftreten soll. Die Einheit beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter und kam 2025 auf einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro bei einer Marge von 11,3 Prozent.

Für die künftige Eigentümerstruktur prüft der Konzern mehrere Optionen, von einer Investorenbeteiligung bis zu einem Börsengang. Eine wesentliche Minderheitsbeteiligung soll bei Siemens Energy verbleiben.

Berichten zufolge zeigen mehrere große Finanzinvestoren Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung, darunter CVC Capital Partners, EQT, Bain Capital, Brookfield und KKR — im Raum steht eine Bewertung von mehr als 10 Milliarden Euro. Ein kompletter Verkauf der Sparte fand am Markt offenbar zu wenig Anklang, was die Entscheidung für eine Abspaltung mit Minderheitsbeteiligung erklärt.

Operativ zeigt sich der Konzern unterdessen robust. Im dritten Geschäftsquartal 2026 meldete Siemens Energy einen Rekord-Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro, der Auftragsbestand kletterte auf 162 Milliarden Euro. Auch die Windtochter Siemens Gamesa schrieb mit einem EBITDA von 75 Millionen Euro erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen.

Nach der geplanten Trennung dürfte Siemens Energy stärker mit GE Vernova vergleichbar sein, das an der Börse mit höheren Multiplikatoren gehandelt wird. Eine finale Entscheidung über den genauen Weg der Ausgliederung — Investorenbeteiligung, Kapitalmarkttransaktion oder eine Kombination — steht laut Unternehmensangaben noch aus.

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