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Siemens Energy Aktie: Goldman Sachs berät Turbinen-Verkauf

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 22:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Siemens Energy erwägt mit Goldman Sachs den Einstieg externer Investoren bei zwei Geschäftsbereichen, während die Aktie unter dem 50-Tage-Schnitt liegt.

Pop-Art-Comic zeigt Ingenieur der auf eine bunte Gasturbine vor Windrädern zeigt
Siemens Energy AG (DE000ENER6Y0) Energietechnik als farbenfrohe Pop-Art-Comic-Szene mit Ingenieur und großer Gasturbine dargestellt Illustration mit AI erstellt.

Siemens Energy arbeitet einem Bericht von Reuters zufolge mit der Investmentbank Goldman Sachs an einem möglichen Verkauf von Anteilen am Geschäft mit Dampfturbinen und der Sparte Transformation of Industry. Mehrere große Finanzinvestoren prüfen laut Reuters und Bloomberg eine Beteiligung als Bieter, darunter CVC Capital Partners, EQT, Bain Capital, Brookfield und KKR.

Die Aktie notiert am Dienstag bei 140,76 Euro und gibt damit auf Tagesbasis 1,3 Prozent nach. Der Kurs bewegt sich damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 153,72 Euro, was auf einen kurzfristigen Abwärtstrend hindeutet, seit vergangene Woche die Pläne zur Verselbstständigung des Industriegeschäfts bekannt wurden.

Mehrere Investoren im Rennen

Die Investorenliste liest sich wie ein Who-is-who der internationalen Private-Equity-Branche. Dass gleich fünf namhafte Häuser als potenzielle Bieter genannt werden, signalisiert erhebliches Interesse an dem Geschäftsbereich – und dürfte den Preis für Siemens Energy in die Höhe treiben.

Für das Unternehmen böte ein Teilverkauf die Möglichkeit, Kapital freizusetzen und sich stärker auf das margenstärkere Geschäft mit Netztechnik und Gasturbinen zu konzentrieren.

Eine konkrete Timeline für die Transaktion nannte Siemens Energy bislang nicht. Medienberichten zufolge werden aber weiterhin verschiedene Optionen geprüft – von der Beteiligung externer Investoren bis hin zu einer möglichen späteren Kapitalmarkttransaktion.

Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche die rechtliche und operative Verselbstständigung des Bereichs Transformation of Industry angestoßen, mit dem erklärten Ziel, daraus eine eigenständige industrielle Energiefirma zu formen. Eine wesentliche Minderheitsbeteiligung soll dabei bei Siemens Energy verbleiben.

Analysten bleiben trotz Rücksetzer positiv

Trotz der jüngsten Kursschwäche hatte RBC Mitte vergangener Woche das Kursziel für Siemens Energy von 210 auf 200 Euro gesenkt, die Einstufung „Outperform“ dabei aber unverändert belassen. Die Anpassung erfolgte vor der jetzigen Nachrichtenlage rund um den möglichen Turbinen-Verkauf und spiegelt insofern nicht die aktuelle Situation wider.

Für Anleger bleibt die Gemengelage komplex: Auf der einen Seite steht die strategische Neuausrichtung mit potenziellem Kapitalzufluss durch einen Teilverkauf, auf der anderen Seite die kurzfristige Kursbelastung durch die Unsicherheit über Struktur und Zeitpunkt der Transaktion. Der Ausgang der Gespräche mit den Finanzinvestoren dürfte in den kommenden Wochen richtungsweisend für die Aktie sein.

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