Siemens Energy Aktie: Aufsichtsrat billigt Abspaltung von Transformation of Industry
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 22:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Siemens Energy steuert auf den Abschluss des Geschäftsjahres zu. Im heutigen Handel verzeichnet das Papier einen Rücksetzer von 1,1 Prozent auf 142,46 Euro. Hinter dem Energietechnikkonzern liegen ereignisreiche Wochen, in denen wesentliche Weichen für die künftige Konzernstruktur und die Eigenständigkeit gestellt wurden.
Mit dem Ausklang des Geschäftsjahres zum Monatsende rückt die strategische Neuausrichtung in den Vordergrund. Das Unternehmen treibt sowohl die gesellschaftsrechtliche Entflechtung als auch den Umbau einzelner Geschäftsfelder voran, um die Profitabilität nachhaltig zu stärken.
Strukturelle Entflechtung von der früheren Muttergesellschaft
Mit dem Unterschreiten dieser Schwelle erlosch das vertragliche Recht des früheren Mutterkonzerns auf einen Sitz im Kontrollgremium, woraufhin dessen letzter Vertreter das Gremium verließ. Joe Kaeser bleibt weiterhin Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Parallel dazu nimmt die Restrukturierung des operativen Portfolios Formen an. Der Aufsichtsrat billigte am 26. August die geplante Abspaltung des Bereichs Transformation of Industry.
Der Unternehmensteil bündelt das Dampfturbinen- sowie das Wasserstoffgeschäft und erwirtschaftet mit rund 17.000 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 5,7 Milliarden Euro. Ziel dieses Schrittes ist die Dekonsolidierung der Sparte, wobei Siemens Energy eine Minderheitsbeteiligung behalten soll.
Auftragsgewinne und Ausblick auf die Bilanz
Neben den strukturellen Schritten verzeichnete der Konzern auch im Projektgeschäft Zuwächse. Am 21. September erhielt ein Konsortium unter Beteiligung von Siemens Energy und Aecon einen Großauftrag über CAD 1,3 Milliarden für das Kernkraftwerk Pickering im kanadischen Ontario. Geplant ist der Austausch von 14 Dampfturbinenrotoren sowie die umfassende Überholung der Generatoren vor Ort.
Die operative Entwicklung untermauert die im August angehobenen Ziele. Das Management erwartet für das Gesamtjahr ein vergleichbares Umsatzwachstum von bis zu 16 Prozent und rechnet bei der Ergebnismarge vor Sondereffekten mit dem Erreichen des oberen Endes der Zielspanne.
Zum Ende des Geschäftsjahres richtet sich der Blick nun auf die nächsten Termine. Am kommenden Mittwoch findet der Pre-Close-Call zum vierten Quartal statt, an den sich die übliche Stillhalteperiode anschließt. Analystenseitig gab es am Freitag Rückenwind: Das Bankhaus Berenberg stufte die Aktie unverändert mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 205 Euro ein. Die detaillierten Jahresergebnisse will der Konzern am 11. November vorlegen.
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