Siemens, Aktie

Siemens Aktie: Vier Bereiche werden zusammengelegt

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 05:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Neuordnung soll Softwarelösungen und industrielle KI voranbringen; Siemens Canada vereinbarte zudem einen digitalen Prozesszwilling für eine Lithiumraffinerie.

Fotorealistische Fabrikhalle mit Robotern und Schaltschränken der Automatisierung
Fotorealistische Aufnahme einer Fabrikautomatisierung zeigt Siemens AG DE0007236101 in moderner Industrie-Automatisierung mit Robotern Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Siemens stellt seine Kernsparte Digital Industries neu auf. Zum 1. Oktober werden die bisherigen Einheiten Factory Automation, Motion Control, Process Automation sowie Customer Services in einer gemeinsamen Automation-Organisation zusammengelegt. Die Leitung der neuen Einheit übernimmt Rainer Brehm als Präsident, der direkt an Digital-Industries-Chef Cedrik Neike berichtet.

Fokus auf Software und industrielle Künstliche Intelligenz

Mit der Zusammenführung der vier Geschäftsbereiche treibt Siemens die konzerneigene „One Tech Company“-Strategie voran. Ziel der organisatorischen Neuordnung ist es, die Entwicklung softwaredefinierter Automatisierungslösungen zu beschleunigen und industrielle Anwendungen Künstlicher Intelligenz auszubauen. Die Verzahnung soll Schnittstellen im Angebot reduzieren und Kunden schnellere Systemanpassungen ermöglichen.

Wie diese digitalen Werkzeuge in konkreten Industrieprojekten zum Einsatz kommen, zeigt eine Vereinbarung in Nordamerika. Siemens Canada hat mit dem Rohstoffentwickler Rock Tech Lithium eine feste Vereinbarung über den Einsatz eines digitalen Prozesszwilling geschlossen. Die Technologie soll Entwicklungszeiten verkürzen und Engpässe bei der Planung einer Lithiumraffinerie im kanadischen Red Rock frühzeitig sichtbar machen.

Regionale Erlösbasis und politischer Dialog

Das operative Geschäft des Konzerns stützt sich auf eine breit gefächerte internationale Absatzbasis. Auf die Region Europa, GUS, Afrika und den Nahen Osten entfallen 32 Prozent des Nettoumsatzes, gefolgt von den USA mit 28 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland erwirtschaftet Siemens rund 14,8 Prozent seiner Erlöse.

An der Börse ging die Aktie am Freitag mit einem Schlusskurs von 280,10 Euro aus dem Handel. Damit verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Plus von 17 Prozent und notiert nur 3,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

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