SFC Energy Aktie: Umsatzziel 2026 auf 175 Millionen angehoben
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 02:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der bayerische Brennstoffzellenspezialist SFC Energy hat ein überaus erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 hinter sich und blickt nun optimistischer auf das restliche Geschäftsjahr. Durch eine starke Nachfrage und die effiziente Abarbeitung von Großprojekten konnte das Unternehmen seine Profitabilität massiv steigern.
Die Konzernleitung reagierte auf diese Entwicklung bereits am vergangenen Freitag mit einer Präzisierung der Prognosen für den Umsatz und das bereinigte Ergebnis nach oben.
Rekordwerte bei Umsatz und Profitabilität
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres steigerte SFC Energy den Konzernumsatz um 11,9 Prozent auf 82,35 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten hier noch 73,61 Millionen Euro zu Buche gestanden.
Wesentlich deutlicher fiel jedoch der Sprung beim operativen Ergebnis aus: Das bereinigte EBITDA konnte mit 18,45 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden, was einem Zuwachs von 116,4 Prozent entspricht. Damit einher ging eine deutliche Ausweitung der Marge auf 22,4 Prozent.
Maßgeblichen Anteil an dieser Dynamik hatte der im Mai gewonnene Großauftrag aus der Ukraine über mobile Brennstoffzellensysteme. Dieser Auftrag umfasst ein Gesamtvolumen von rund 42,7 Millionen Euro.
Medienberichten zufolge wurden davon allein im zweiten Quartal bereits Teilauslieferungen im Wert von 22,3 Millionen Euro verbucht, was etwa 27,1 Prozent des gesamten Konzernumsatzes in diesem Zeitraum ausmachte. Das Management plant, diesen Auftrag bis zum Jahresende vollständig abzuarbeiten.
Auftragsboom sorgt für angehobene Jahresziele
Die Auftragslage präsentiert sich auch über das Ukraine-Projekt hinaus robust. Der gesamte Auftragseingang kletterte im ersten Halbjahr auf 108,65 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch bei 43,67 Millionen Euro gelegen hatte. Angesichts dieser Zahlen hob der Vorstand die Prognosekorridore an.
Für das Gesamtjahr 2026 wird nun ein Umsatz zwischen 166 Millionen Euro und 175 Millionen Euro erwartet. Zuvor lag das untere Ende der Spanne bei 163 Millionen Euro. Beim bereinigten EBITDA rechnet das Unternehmen nun mit 31,5 Millionen Euro bis 34,0 Millionen Euro, was ebenfalls eine Anhebung gegenüber der alten Planung darstellt.
Analysten reagierten positiv auf die vorgelegten Zahlen. Warburg Research bestätigte am Montag die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 29,00 Euro und bezeichnete das Quartalsergebnis als überraschend stark.
Die Experten von First Berlin bekräftigten am Dienstag ihre Kaufempfehlung und sehen das Kursziel unverändert bei 31,00 Euro. Sie verwiesen dabei insbesondere auf den hohen Auftragsbestand von 105 Millionen Euro, der eine gute Visibilität für die kommenden Monate biete.
Marktposition und technologische Erweiterung
Trotz der positiven operativen Nachrichten gab die Aktie im gestrigen Handel leicht nach und schloss am Donnerstag bei 20,50 Euro. Damit notiert der Wert weiterhin etwa 17 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 24,75 Euro, das im Mai erreicht wurde. Dennoch zeigt der langfristige Trend nach oben: Die Aktie liegt derzeit signifikant über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, zu dem sie einen Abstand von 24 Prozent hält.
Zukünftiges Wachstum verspricht sich SFC Energy auch von der Integration neuer Technologien. Das Unternehmen konkretisierte zuletzt die Pläne für die übernommene Methanol-Reformer-Technologie von Siqens. Ab dem Jahr 2027 wird hier mit ersten Umsatzbeiträgen in einer Größenordnung zwischen 1 Million Euro und 5 Millionen Euro gerechnet.
Anleger könnten bereits in der kommenden Woche weitere Details zur Strategie erfahren, wenn der Vorstand am 26. August an den Hamburger Investorentagen teilnimmt. Ein weiterer wichtiger Termin im Kalender ist der Kapitalmarkttag am 7. Oktober im britischen Swindon.
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