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SFC Energy Aktie: Marge verdoppelt sich

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 07:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SFC Energy verdoppelt im ersten Halbjahr 2026 die EBITDA-Marge auf 22,4 Prozent. Der Ukraine-Großauftrag treibt das Wachstum im Segment Clean Energy.

SFC Energy: Halbjahreszahlen zeigen verdoppelte Marge und starken Ukraine-Auftrag
Moderner Wasserstoff-Brennstoffzellen-Stapel in einem technologischen Laborumfeld als Symbol für nachhaltige Energie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Umsatzplus von 11,9 Prozent klingt solide, aber nicht spektakulär. Was SFC Energy im ersten Halbjahr 2026 wirklich zeigt, steckt in der Ergebniszeile: Die bereinigte EBITDA-Marge hat sich von 11,6 auf 22,4 Prozent nahezu verdoppelt. Der Brennstoffzellen-Spezialist aus Brunnthal bei München wächst nicht nur, er wird deutlich profitabler dabei.

Der Konzernumsatz kletterte auf 82,4 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA mehr als verdoppelte sich auf 18,4 Millionen Euro, das bereinigte EBIT sogar mehr als verdreifachte sich auf 14 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Konzernperiodenergebnis von 7,3 Millionen Euro – nach gerade einmal 257.000 Euro im Vorjahreszeitraum.

Ukraine-Auftrag als Wachstumstreiber

Der Sprung bei der Profitabilität hat einen klaren Namen: das Segment Clean Energy. Es wuchs um 22,7 Prozent auf 63,5 Millionen Euro und trägt inzwischen mehr als drei Viertel zum Konzernumsatz bei. Maßgeblich dafür verantwortlich ist die Teilauslieferung des im Mai 2026 gewonnenen Großauftrags zur Lieferung mobiler Brennstoffzellensysteme für militärische und zivile Einsätze in der Ukraine.

Europa hat sich damit zur mit Abstand wichtigsten Absatzregion entwickelt – der Umsatzanteil stieg auf 69,4 Prozent, nach gut der Hälfte im Vorjahr. Das zweite Segment, Clean Power Management, läuft dagegen gegen den Trend: Der Umsatz sank um 13,8 Prozent, weil ein Großkunde weniger bestellte als erwartet und der Vorjahreszeitraum vergleichsweise stark ausgefallen war.

Auftragseingang und Auftragsbestand liefern die eigentliche Story hinter der Zahlenreihe. Der Auftragseingang stieg auf 108,7 Millionen Euro, mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts. Der Auftragsbestand kletterte entsprechend auf 104,9 Millionen Euro – ein deutliches Polster für die kommenden Quartale.

Prognose nach oben geschoben

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand die im Mai bereits angehobene Jahresprognose weiter präzisiert. Beim Umsatz visiert das Unternehmen nun den oberen Bereich der Spanne von 166 bis 175 Millionen Euro an. Beim bereinigten EBITDA rückt die Zielspanne auf 31,5 bis 34 Millionen Euro, beim bereinigten EBIT auf 21,5 bis 25,5 Millionen Euro – jeweils am oberen Rand der zuvor kommunizierten Bandbreiten.

Parallel zum operativen Wachstum baut SFC Energy seine Technologiebasis aus: Die Beteiligung an Oneberry Technologies, die Kooperation mit General Dynamics European Land Systems sowie die Übernahme der Methanol-Reformer-Technologie von Siqens erweitern Kunden- und Produktportfolio. Die Bilanz bleibt dabei robust – die Eigenkapitalquote liegt bei 71,6 Prozent, kaum verändert gegenüber dem Jahresende 2025.

Am 26. August präsentiert der Vorstand die Zahlen im Rahmen der Hamburger Investorentage. Bis dahin dürfte vor allem interessieren, wie stabil sich der Ukraine-Auftrag über das zweite Halbjahr auf die Auslastung auswirkt und ob das schwächelnde Power-Management-Geschäft wieder anzieht.

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