SES Aktie: RB SkyConnect startet auf Airbus-Flotte
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 05:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neuer Meilenstein bei Bordverbindungen
Am Donnerstag meldete SES den erfolgreichen Abschluss eines Konnektivitätsprojekts in der Luftfahrtbranche. Auf den Airbus-Maschinen von Royal Brunei Airlines ist das bordeigene WLAN-System RB SkyConnect nun vollständig eingerichtet. Der Satellitenbetreiber setzt damit einen wichtigen Schritt beim Ausbau seiner Dienstleistungen für den Flugverkehr um.
Die Passagiere der asiatischen Fluggesellschaft erhalten durch die Technik verlässlichen Zugriff auf Internetverbindungen während des Fluges. Für das Unternehmen bedeutet die Fertigstellung den planmäßigen Vollzug eines Servicevertrags im wachsenden Mobilitätssektor.
Zugleich sicherte sich SES wichtige Erlöse im traditionellen Rundfunkgeschäft. Am Mittwoch vereinbarte der Konzern mit dem Medienunternehmen Sky eine mehrjährige Verlängerung der Kapazitätsverträge bis in das nächste Jahrzehnt hinein. Die Vereinbarung gewährleistet die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen im Vereinigten Königreich sowie in Irland.
Diese Abschlüsse stabilisieren das operative Geschäft in einer Phase des technologischen Wandels. Neben der klassischen Fernsehübertragung gewinnen mobile Datendienste für Fluggesellschaften und Reedereien stetig an Bedeutung.
Finanzierungsspielraum für die Transformation
Parallel dazu ordnete das Management die Verbindlichkeiten des Konzerns neu. Das Papier wurde mit einem Kupon von 5,625 Prozent begeben.
Die Erlöse aus der Emission sollen allgemeine Unternehmenszwecke finanzieren und ältere Anleihen vorzeitig ablösen. Der finanzielle Spielraum bleibt für die anstehenden Investitionen des Konzerns wichtig. Zudem berief das Unternehmen Michel Scholer mit sofortiger Wirkung in den Verwaltungsrat.
Für das laufende Geschäftsjahr stellte das Management verlässliche Aktionärsvergütungen in Aussicht. Für das gesamte Geschäftsjahr strebt der Konzern eine Ausschüttung von mindestens 0,50 Euro je Aktie an.
Einstieg in die eigene Satellitenproduktion
Neben der Dividendenpolitik treibt das Unternehmen seine vertikale Integration voran. SES will künftig unabhängiger von externen Zulieferern agieren und eigene industrielle Kapazitäten in Europa aufbauen.
In Kockelscheuer begann am 24. September der Bau einer eigenen Produktionsstätte für Satelliten. Wie der luxemburgische Sender RTL berichtete, soll die Anlage bis Ende 2027 einsatzbereit sein. Den ersten Satelliten aus eigener Fertigung peilt das Unternehmen für Ende 2028 an.
Die Investitionen in neue Standorte belasten kurzfristig die Kasse, sollen aber langfristig Kosten sparen und Fertigungszeiten verkürzen. Am Kapitalmarkt reagierten die Anleger bislang dennoch zurückhaltend auf die Unternehmensmeldungen.
Gestern schloss das Papier bei 4,19 Euro.
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