ServiceNow Aktie: Übernahme von Veza soll KI-Agenten absichern
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 11:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
ServiceNow setzt seine Einkaufstour im Bereich der künstlichen Intelligenz fort. Das Ziel der Akquisition ist die Einbindung von Identitäts- und Zugriffskontrollen in den hauseigenen AI Control Tower, um Berechtigungen von KI-Agenten in Firmennetzwerken lückenlos zu steuern.
Ausbau der Kontrollarchitektur für Agenten
Die geplante Übernahme fügt sich in eine Reihe großvolumiger Zukäufe ein. Veza war bei einer Finanzierungsrunde im April 2025 mit 808 Millionen US-Dollar bewertet worden. Der nun kolportierte Kaufpreis entspricht einem Aufschlag von rund 24 Prozent.
Hintergrund der Transaktion sind wachsende Sicherheitsrisiken durch autonome Softwareagenten in Unternehmen. Marktbeobachter registrieren zunehmend unvorhersehbares Verhalten automatisierter Systeme sowie Sicherheitslecks bei Zugangsdaten.
Mit den Werkzeugen von Veza will ServiceNow Administratoren ermöglichen, Zugriffsrechte für agentische Systeme transparent zu überwachen und Fehlverhalten einzudämmen. Zudem stellte das Unternehmen das multimodale Sprachmodell Apriel-1.5-15B-Thinker vor, das durch eine schlankere Parameterstruktur den Hardwareaufwand im Betrieb senken soll.
Deutsche Bank hebt Kursziel an
An der Börse notiert die Aktie von ServiceNow im europäischen Handel am heutigen Freitag bei 120,70 Euro, was einem leichten Minus von 0,6 Prozent entspricht. Der Börsenwert des Konzerns beläuft sich damit auf 124,52 Milliarden Euro. Rückenwind erhielt der Titel unterdessen von Analystenseite.
Die Deutsche Bank stufte die Aktie auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 135 auf 155 US-Dollar. Die Experten verweisen auf die solide operative Verankerung bei Großkunden. Im Quartal bis zum 22. Juli erzielte ServiceNow einen Umsatz von 3,99 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 24 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der Gewinn je Aktie belief sich dabei auf 0,90 US-Dollar.
Solide Basis im Enterprise-Geschäft
Das Geschäftsmodell stützt sich auf eine wachsende Zahl zahlungskräftiger Unternehmenskunden. Von den rund 8.700 Großkunden zahlten Mitte des Jahres 658 Unternehmen einen jährlichen Vertragswert von mehr als fünf Millionen US-Dollar.
Mit dem gezielten Zukauf von Sicherheitstechnologien versucht der Konzern, seine führende Position bei Unternehmens-Workflows gegen aufstrebende Softwareanbieter zu verteidigen. Die zunehmende Vernetzung von KI-Agenten erfordert strikte Compliance-Regeln, die ServiceNow direkt in seine Kernplattform integrieren will.
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