Serina, Therapeutics

Serina Therapeutics: SER-252-Kohorte vorzeitig abgeschlossen

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 19:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Serina Therapeutics schließt erste Kohorte der Parkinson-Studie vorzeitig ab und legt am Freitag Q2-Zahlen vor. Analysten erwarten Aufschluss über die Finanzlage.

Serina Therapeutics: Phase-1b-Studie schneller als geplant, Q2-Zahlen am Freitag
Moderne Laborumgebung mit medizinischen Forschungsgeräten und Glasfläschchen in klinischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Biotechnologieunternehmen Serina Therapeutics verzeichnet Fortschritte in seiner klinischen Entwicklung und bereitet sich zeitgleich auf die Veröffentlichung neuer Finanzdaten vor. Während die Aktie am heutigen Mittwoch bei 1,88 Euro notiert und damit ein Minus von 0,53 % verzeichnet, liegt der Kurs weiterhin 8,13 % über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage. Anleger richten ihr Augenmerk nun auf den anstehenden Quartalsbericht und die weiteren Schritte in der Pipeline zur Behandlung von Parkinson.

Beschleunigung im klinischen Programm

Wie das Unternehmen mitteilte, konnte die Rekrutierung und Dosierung der ersten Kohorte in der klinischen Phase-1b-Studie für den Wirkstoffkandidaten SER-252 vorzeitig abgeschlossen werden. Dieser Meilenstein in der Erprobung für fortgeschrittene Parkinson-Erkrankungen wurde damit früher erreicht als ursprünglich geplant. Das Management hatte zuvor das Ende des dritten Quartals 2026 als Zielmarke für diesen Schritt ausgegeben.

Der Fokus der Studie liegt auf der Evaluierung von SER-252, wobei die zügige Abwicklung der ersten Kohorte als operativer Erfolg gewertet wird. SER-252 ist ein zentraler Bestandteil der Pipeline von Serina Therapeutics. Die Beschleunigung des Verfahrens könnte den weiteren Zeitplan für die klinische Entwicklung beeinflussen, während das Unternehmen die Daten der ersten Probandengruppe auswertet.

Finanzzahlen für das zweite Quartal erwartet

Am kommenden Freitag, den 7. August, wird Serina Therapeutics die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor Verhandlungsbeginn an der Börse veröffentlichen. Die kommenden Daten stehen vor dem Hintergrund eines herausfordernden ersten Quartals. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 0,58 US-Dollar pro Aktie aus. Damit verfehlte der Konzern die Konsensschätzungen der Analysten, die mit einem geringeren Verlust von 0,44 US-Dollar gerechnet hatten.

Zudem meldete das Unternehmen für das Auftaktquartal keinerlei Umsätze. Die kommenden Zahlen werden daher insbesondere daraufhin geprüft, wie sich die Cash-Burn-Rate im Vergleich zu den Vorperioden entwickelt hat. Zur Finanzierung der weiteren operativen Tätigkeiten hatte Serina bereits im März Vereinbarungen über eine Privatplatzierung von Stammaktien und Optionsscheinen getroffen, um Bruttoerlöse von bis zu 30 Millionen US-Dollar zu erzielen. Diese Finanzierungsrunde wurde von dem Investor Greg Bailey angeführt.

Strategische Partnerschaft und personelle Neuausrichtung

Abseits der klinischen Studien setzt Serina Therapeutics auf die Vermarktung seiner Technologieplattform. Das Unternehmen unterhält eine nicht-exklusive Lizenzvereinbarung mit Pfizer. Diese gestattet dem Pharmakonzern die Nutzung der proprietären POZ-Polymertechnologie von Serina für die Formulierung von Lipid-Nanopartikeln zur Arzneimittelabgabe. Ende Juli nahm das Management zudem an einer Branchenkonferenz der Investmentbank BTIG teil, um in Einzelgesprächen über den Fortschritt dieser Technologien zu informieren.

Auch im Kontrollgremium des Unternehmens gab es Veränderungen. Farrell Simon wurde am 22. Juli in das Board of Directors berufen. Medienberichten zufolge hielt Simon zum Zeitpunkt seines Amtsantritts keine direkten Anteile am Unternehmen. Parallel dazu haben die Aktionäre auf der Hauptversammlung im Juni einer deutlichen Erhöhung des genehmigten Aktienkapitals zugestimmt. Die Anzahl der autorisierten Stammaktien wurde von 40.000.000 auf 125.000.000 Stück heraufgesetzt, was dem Unternehmen künftig mehr Spielraum für Kapitalmaßnahmen bietet.

Aktuelle Offenlegungen zur Aktionärsstruktur zeigen zudem ein stabiles Interesse institutioneller Anleger. Insgesamt 35 institutionelle Halter, darunter Sio Capital Management und die Vanguard Group, hielten zuletzt zusammen rund 1,69 Millionen Anteile an dem Unternehmen. Angesichts einer negativen Performance von 4,08 % seit Jahresbeginn bleibt die Marktentwicklung des Titels eng an den klinischen Fortschritt und die finanzielle Stabilität des Biotechnologie-Spezialisten gekoppelt.

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