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Seagate Technology Aktie: Toshiba startet Festplattenfertigung auf den Philippinen

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 18:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Toshibas geplante Kapazitätsausweitung schürt Sorgen vor stärkerem Preiswettbewerb; Seagate verlor im Handel zehn Prozent.

Seagate-Aktie fällt um 10 Prozent wegen Toshibas Ausbauplänen
Moderne, technologische Fertigungshalle für Hardware-Komponenten mit Fokus auf industrielle Präzision. Illustration mit AI erstellt.

Am Freitag gerieten die Aktien von Seagate Technology spürbar unter Druck. Der Kurs verzeichnete im Handel ein Minus von 10 % und schloss bei 754,00 €. Auslöser für die Kursverluste im gesamten Festplattensektor waren Berichte über geplante Kapazitätserweiterungen des japanischen Wettbewerbers Toshiba. Anleger befürchten, dass ein steigendes Marktangebot den Konkurrenzkampf anheizt und das Preisgefüge bei Speicherlösungen belasten könnte.

Toshiba investiert in Fertigungskapazitäten

Medienberichten zufolge beabsichtigt Toshiba, rund 60 Milliarden Yen in seine philippinischen Fertigungsstätten zu investieren, was etwa 380 Millionen $ entspricht. Das Unternehmen strebt an, die jährliche Produktionskapazität bis zum Geschäftsjahr 2027 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2025 nahezu zu verdoppeln.

Wie Toshiba Information Equipment auf den Philippinen mitteilte, hat die Fertigung von Nearline-Festplatten auf einer erweiterten Anlage im Laguna Technopark bereits begonnen. Erste Lieferungen aus dieser Fertigungslinie wurden bereits auf den Weg gebracht.

Die Sorge der Investoren konzentriert sich vor allem auf die Marktbalance bei Speichermedien für Rechenzentren, die im Zuge des Booms um künstliche Intelligenz stark gefragt sind.

Ein deutlicher Aufbau neuer Fertigungskapazitäten könnte das bisherige Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verschieben. Sollten zusätzliche Mengen auf den Markt drängen, droht ein schärferer Preiswettbewerb, der die Ertragskraft der Hersteller beeinträchtigen könnte.

Kursentwicklung und Unternehmensnachrichten

Dabei war die Stimmung für den Sektor zuletzt von Zuversicht geprägt gewesen. Vor gut drei Wochen hatte der Seagate-Ausblick auf eine Speicherknappheit dem Papier noch Auftrieb gegeben, seither verzeichnete die Notierung ein Plus von 5,0 %.

Auch die vorzeitige Rückzahlung von Anleihen vor rund einem Monat, in deren Folge der Kurs um 3,3 % sank, ordneten Marktbeobachter als Schritt zur Bilanzstärkung ein. Trotz des jüngsten Rücksetzers behauptet die Aktie seit Jahresanfang einen Anstieg von 218 %.

Parallel zur Branchenlage wurden Transaktionen aus der Chefetage gemeldet. Am Donnerstag veräußerte CEO William D. Mosley 11.002 Stammaktien des Unternehmens. Das Geschäft erfolgte im Rahmen eines Handelsplans nach Rule 10b5-1, der am 18. Februar aufgesetzt worden war.

Solche Vereinbarungen legen Verkäufe im Voraus nach festen Kriterien fest, um rechtliche Risiken auszuschließen. Unterdessen blicken Einkommensorientierte Anleger auf die kommende Woche: Am 7. Oktober soll die zuvor festgelegte Quartalsdividende von 0,74 $ je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

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