Scientific Industries Aktie: Chairman kauft nach
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 10:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Verwaltungsratschef greift bei Scientific Industries zu, und zwar mehrfach binnen weniger Tage. John A. Moore hat in kurzer Folge Aktien des Laborausrüsters gekauft. Das Volumen bleibt klein, die Signalwirkung am Markt dürfte dennoch Beachtung finden.
Drei Käufe in sechs Tagen
Die Transaktionen verteilen sich auf mehrere Tranchen. Am 31. Oktober erwarb Moore zunächst 7.100 Aktien zu 0,60 Dollar, was gut 4.000 Dollar entspricht.
Am selben Tag kaufte er außerdem 51.200 Aktien zu 0,65 Dollar je Stück, Gesamtwert 33.280 Dollar. Am 5. November folgten weitere 10.000 Aktien zu 0,60 Dollar, also 6.000 Dollar.
Zusammen kommen gut 68.000 Aktien zusammen, bezahlt mit rund 43.500 Dollar. Alle Käufe liefen über den offenen Markt. Nach der jüngsten Tranche hält Moore direkt knapp 1,02 Millionen Aktien.
Die abweichenden Bestandsangaben in den einzelnen Meldungen erklären sich durch die zeitliche Abfolge der Käufe. Entscheidend ist der Gesamtbestand nach der letzten Transaktion.
Aktie unter Druck
Die Käufe fallen in eine schwache Phase. Der Kurs gab binnen einer Woche zuletzt um rund 8 Prozent nach und schloss bei 0,60 Dollar. Ein Tagesminus von 7,7 Prozent drückte die Aktie damit auf das Niveau, zu dem Moore zuletzt eingestiegen ist.
Bei einem Papier in dieser Preisklasse bewegen schon kleine Orders den Kurs spürbar. Insiderkäufe gelten an der Börse oft als Vertrauensbeweis. Ob Moore damit tatsächlich ein Signal setzen will, lässt sich aus den Transaktionen allein nicht ableiten. Marktbeobachter könnten sie aber als Hinweis werten, dass der Chairman die Aktie auf diesem Niveau für günstig bewertet hält.
Für eine solche Lesart sprechen auch Kennzahlen aus der Bilanz: Scientific Industries hält mehr liquide Mittel als Schulden. Einschlägige Bewertungsmodelle stufen die Aktie derzeit als unterbewertet ein, die finanzielle Gesundheit gilt als "Fair". Das ist solide, aber kein Ausweis besonderer Stärke.
Was bleibt
Moores Aufstockung ist ein kleines, aber klares Zeichen von Eigeninteresse. Ob weitere Zukäufe folgen, zeigen die nächsten Pflichtmeldungen zu Insidergeschäften. Der Kurs von 0,60 Dollar bleibt bis dahin der Referenzwert, an dem sich der Chairman zuletzt orientiert hat.
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