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Schott Pharma Aktie: RBC stuft auf Sector Perform ab

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 16:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
RBC sieht nach der Neubewertung begrenztes Kurspotenzial; sinkende Marge und mögliche Schwankungen bei GLP-1-Aufträgen bleiben im Blick.
Schott, Pharma, Aktie, RBC, Sector, Perform, Neubewertung, Kurspotenzial;, Marge, Schwankungen Illustration mit AI erstellt.

RBC bewertet Schott Pharma vorsichtiger, obwohl das Analysehaus sein Kursziel anhebt. Die heute bekannt gewordene Abstufung von „Outperform“ auf „Sector Perform“ geht mit einer Zielerhöhung von 21 auf 25 Euro einher. Analyst Charles Weston hält die Neubewertung nach dem starken Kursanstieg für weitgehend abgeschlossen.

Damit richtet sich der Blick weniger auf weitere positive Überraschungen als auf die Verlässlichkeit der Kundenaufträge. Westons Schätzungen liegen nach eigener Einschätzung inzwischen auf Höhe der Markterwartungen. Aus Sicht von RBC ist der Spielraum für eine überdurchschnittliche Entwicklung der Aktie damit begrenzt.

GLP-1-Aufträge als Risikofaktor

Die Aktie verliert heute -6,6% und steht damit unter Druck, während RBC auf mögliche Schwankungen bei Bestellungen für GLP-1-Verabreichungssysteme verweist. Als Warnsignal nennt Weston den jüngsten Kurseinbruch beim Wettbewerber Stevanato.

Dessen Aktie fiel am Dienstag um mehr als 25 %. Hintergrund waren geringere GLP-1-Aufträge eines Großkunden, die das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2027 vorübergehend bremsen könnten. Die Prognose für 2026 bestätigte Stevanato.

Für Schott Pharma ist das zunächst ein Hinweis auf Risiken im Geschäftsumfeld, keine gemeldete Kürzung eigener Aufträge. Die Unterscheidung ist für Anleger entscheidend: RBC begründet die Vorsicht mit der Schwankungsanfälligkeit der Nachfrage und der bereits erfolgten Neubewertung.

Umsatzwachstum trifft auf niedrigere Marge

Operativ hatte Schott Pharma seit der Prognoseanpassung Ende 2025 drei Quartale in Folge die Markterwartungen übertroffen. Diese Serie bildet den Hintergrund für Westons Einschätzung, dass die Aktie bereits einen starken Lauf hinter sich hat.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 erreichte der Umsatz 769,8 Millionen Euro. Währungsbereinigt entsprach das einem Wachstum von 4,4 %.

Das Umsatzplus ging allerdings nicht mit einer höheren Profitabilität einher. Damit bleibt neben der Auftragsentwicklung auch die Margenentwicklung ein wichtiger Prüfstein für die weitere Bewertung.

Die EBITDA-Marge sank im Neunmonatszeitraum auf 26,7 %, nach 28,9 % im Vorjahreszeitraum. Hochwertige Lösungen steuerten 57 % zum Umsatz bei.

Jahreszahlen als nächster Prüfstein

Für Anleger treffen damit eine Serie übertroffener Erwartungen und eine vorsichtigere Analysteneinschätzung aufeinander. Die nächsten Ergebnisse müssen zeigen, wie sich Wachstum und Profitabilität weiterentwickeln.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Schott Pharma ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5–6 % sowie eine EBITDA-Marge von 27–28 %. Die Jahresergebnisse werden am 10.12.2026 erwartet. Dann lässt sich die operative Entwicklung erneut an diesen Zielgrößen messen.

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