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Schott Pharma Aktie: Deutsche Bank stuft auf Hold

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Basiseffekt könnte das organische Wachstum 2027 bremsen; JPMorgan und Barclays halten an ihren Kaufempfehlungen fest.

Schwarzweiß-Reportagefoto einer Ampullen-Abfüllanlage mit Techniker
SCHOTT Pharma (DE000A3ENQ51) dokumentiert eine Ampullen-Abfüllanlage in dramatischer Schwarzweiß-Reportagefotografie mit einem Reinraumtechniker davor Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Schott Pharma steht am heutigen Freitag unter Verkaufsdruck und verliert 3,5 Prozent auf 23,70 Euro. Auslöser für den Rücksetzer ist ein Analystenkommentar von Deutsche Bank Research. Das Institut stufte das Papier von „Buy“ auf „Hold“ herab, hob das Kursziel im selben Schritt allerdings auf 25 Euro an.

Analyst Falko Friedrichs begründet die Herabstufung vor allem mit der vorangegangenen Kursrally. Zwar bescheinigt er dem Pharmazulieferer klare operative Fortschritte und unverändert solide Perspektiven. Nach der massiven Aufwärtsbewegung seit Jahresbeginn sieht die Bank kurzfristig jedoch kaum noch Raum für weitere Kursgewinne.

Einmaleffekt trübt Wachstumserwartungen für 2027

Im Fokus der Neubewertung steht ein buchhalterischer Sondereffekt. Eine Einmalzahlung von 15 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2026 macht rund 1,5 Prozent des Konzernumsatzes aus. Dieser Betrag hinterlässt Spuren in der Vergleichsbasis für die Folgeperiode.

In der Konsequenz könnte die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 schwächer ausfallen als bisher erhofft. Das Management peilt mittelfristig eigentlich ein organisches Erlöswachstum im Korridor von 6 bis 8 Prozent an. Durch den Basiseffekt droht die Zielmarke im kommenden Jahr jedoch knapp verfehlt zu werden.

Friedrichs rechnet daher mit einer vorsichtigen Unternehmensführung und veranschlagt für das organische Wachstum eine Schätzung von 5,5 Prozent. Der Marktkonsens geht bislang noch von 7 Prozent aus. Auch auf der Ergebnisseite dämpft die Bank überzogene Hoffnungen: Für die bereinigte EBITDA-Marge zeichnet sich demnach eher eine Stagnation als ein dynamischer Anstieg ab.

Nicht alle Analysten teilen die Skepsis

Während die Deutsche Bank zur Vorsicht mahnt, bleiben andere Branchenbeobachter zuversichtlich. So halten die Analysehäuser JPMorgan und Barclays an ihren Kaufempfehlungen fest und führen den Titel unverändert mit der Einstufung „Overweight“. Sie trauen dem Unternehmen weiteres Potenzial zu.

Erst am Dienstag erreichte das Papier sein 52-Wochen-Hoch bei 26,00 Euro. Mit der Herabstufung rückt nun verstärkt die Frage in den Mittelpunkt, wie schnell der Konzern temporäre Sondereffekte verdauen und wieder an frühere Wachstumsraten anknüpfen kann.

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