Schindler, Aktie

Schindler Aktie: Marge zieht an

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 19:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Aufzughersteller erwartet nun rund 13,5 Prozent EBIT-Marge; die Umsatzprognose bleibt unverändert.
Abstrakte Darstellung moderner Industriearchitektur mit metallischen Texturen und professioneller Lichtstimmung. Illustration mit AI erstellt.

Schindler hebt nach einem starken dritten Quartal die Ertragsprognose an. Der Aufzughersteller rechnet für 2026 jetzt mit einer EBIT-Marge von rund 13,5 Prozent, bisher waren es etwa 13 Prozent. Die Umsatzprognose bleibt unverändert.

Aufträge und Marge legen zu

Im dritten Quartal stieg der Auftragseingang um 11,5 Prozent auf 2,94 Milliarden Franken, in Lokalwährungen waren es 10,3 Prozent. Der Umsatz wuchs auf 2,83 Milliarden Franken, währungsbereinigt um 5,1 Prozent. Das Betriebsergebnis kletterte um 14,1 Prozent auf 396 Millionen Franken.

Die Marge verbesserte sich im Quartal auf 14,0 Prozent, nach 13,0 Prozent im Vorjahr. Das Unternehmen führt das auf Effizienzgewinne, einen veränderten Geschäftsmix und Preiseffekte zurück. Konzernchef Paolo Compagna sprach von beschleunigtem, profitablem Wachstum. Schindler sehe sich gut aufgestellt, um neue Geschäftschancen zu nutzen.

Beim Umsatz bleibt die Prognose bei einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Lokalwährungen.

Neun Monate zeigen das Gesamtbild

Über die ersten neun Monate fällt das Bild gemischter aus. Der Umsatz erreichte 8,16 Milliarden Franken, währungsbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent. In Franken gerechnet stagnierte er praktisch, was auf Währungseffekte hindeutet.

Die Profitabilität sieht besser aus. Das Betriebsergebnis stieg um 7,8 Prozent auf 1,10 Milliarden Franken, die EBIT-Marge liegt bei 13,5 Prozent. Bereinigt sind es 13,8 Prozent. Der Konzerngewinn belief sich auf 852 Millionen Franken, das sind 10,4 Prozent vom Umsatz.

Der Auftragsbestand erreichte Ende September 8,74 Milliarden Franken, gut neun Prozent mehr als vor einem Jahr. Das gibt Planungssicherheit für die kommenden Quartale.

China bleibt die Baustelle

Ein Schwachpunkt bleibt der chinesische Markt. Dort sanken die Umsätze weiter, das dämpft das Gesamtwachstum. Dass Schindler die Umsatzprognose trotz des starken Quartals nicht anhebt, passt zu diesem Bild.

Die Aktie liegt auf Sicht eines Monats im Plus, auf Jahressicht jedoch im Minus. Mit der höheren Margenprognose verschiebt sich der Fokus nun darauf, ob das Unternehmen die 14 Prozent aus dem dritten Quartal im Schlussquartal halten kann. Rechnerisch ist das nötig, wenn das Jahr bei rund 13,5 Prozent landen soll.

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