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SAP Aktie: Übernimmt Dremio und Prior Labs

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 06:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SAP steigert Cloud-Auftragsbestand und Portfolioerlöse, investiert in KI-Zukäufe und verlängert das Finanzvorstandsmandat bis 2028.

Modernes Open-Space-Büro mit Glasfronten und Entwickler-Arbeitsplätzen, natürliches Licht
SAP SE (DE0007164600) zeigt ein modernes Open-Space-Büro mit Glasfronten und Entwickler-Arbeitsplätzen bei natürlichem Tageslicht Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von SAP beendete den Handel am vergangenen Freitag bei 183,00 Euro, was einem Tagesrückgang von 1,9 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Wertverlust von 13 Prozent. Während die Notierung konsolidiert, treibt der Softwarekonzern den Umbau seines Geschäftsmodells mit hoher Geschwindigkeit voran.

Cloud-Geschäft wächst zweistellig

Das operative Fundament liefert unverändert das Cloud-Segment, das im zweiten Quartal deutliche Zuwächse verzeichnete. Der Current Cloud Backlog erhöhte sich währungsbereinigt um 26 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro, was die anhaltende Nachfrage nach Mietsoftware unterstreicht. Über das gesamte Portfolio hinweg kletterten die Umsatzerlöse währungsbereinigt um 11 Prozent.

Der Schwenk weg von traditionellen Softwarelizenzen hin zu wiederkehrenden Abonnements bindet Unternehmenskunden langfristig an das Ökosystem der Walldorfer. Allerdings erfordert diese Transformation erhebliche Vorleistungen in Rechenzentren, Softwarearchitektur und Vertriebsstrukturen. Für Anleger verschiebt sich der Ertragsfokus damit zunehmend auf die Frage, wie effizient der Konzern neue Kundenprojekte in margenstarke Cashflows ummünzen kann.

Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz

Um die technologische Basis weiter zu stärken, schloss SAP in den vergangenen Monaten mehrere strategische Zukäufe ab. Neben der Akquisition der Datenplattform Dremio Anfang Juli finalisierte das Unternehmen kurz darauf die Übernahme von Prior Labs.

In dieses Vorhaben will SAP in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro investieren, um die Einheit zu einem führenden Forschungslabor für Frontier-KI bei strukturierten Unternehmensdaten auszubauen.

Bereits im Mai war zudem die Übernahme des Datenmanagementspezialisten Reltio vollzogen worden. Diese Zukäufe bringen jedoch kurzfristige Belastungen mit sich. Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen passte das Management den Ausblick für das Betriebsergebnis auf Non-IFRS-Basis an, um die Verwässerungseffekte durch die Integration von Dremio und Prior Labs abzubilden.

Rechtssicherheit und Kontinuität im Vorstand

Auf der regulatorischen Seite schaffte das Unternehmen zuletzt Klarheit. Die Europäische Kommission akzeptierte Anfang Juli verbindliche Zusagen von SAP zu Support-Dienstleistungen für klassische ERP-Software. Ende Juli stellte zudem das Bundeskartellamt seine vorläufigen Ermittlungen ein, ohne ein Missbrauchsverfahren einzuleiten.

Zugleich setzt der Aufsichtsrat auf personelle Stabilität an der Führungsspitze. Auch Finanzvorstand Dominik Asam band sich längerfristig an das Unternehmen; sein Mandat läuft nun bis 2028. Damit bleibt die Führungsriege für die anstehende Phase der Integration und Cloud-Migration fest verankert.

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