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SAP Aktie: BMO hebt Kursziel auf 235 Dollar

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 17:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Rückkauf läuft weiter; veränderte Stimmrechtsanteile hängen teils mit einer Poolauflösung zusammen. Quartalszahlen folgen am 21. Oktober.
SAP SE (DE0007164600) Pop-Art-Comic-Cloud-Symbole im Halftone-Raster mit leuchtenden, knalligen Pop-Farben und kräftigen Konturen Illustration mit AI erstellt.

SAP hat am Dienstag weitere Käufe eigener Aktien gemeldet. In der erfassten Rückkaufwoche erwarb das Unternehmen 50.000 Aktien. Damit setzte SAP das laufende Programm fort. Für Anleger ist dabei wichtig, die tatsächlichen Rückkäufe von den ebenfalls veröffentlichten Änderungen bei zugerechneten Stimmrechten zu unterscheiden.

Bis einschließlich 9. Oktober hatte SAP im laufenden Rückkaufprogramm insgesamt 8.995.886 eigene Aktien erworben. Die Wochenmeldung dokumentiert damit weitere Käufe, nicht die Ankündigung eines neuen Programms.

Parallel verfolgt SAP den angekündigten Ausbau seines Angebots. Kapitalmaßnahmen und operative Vorhaben liefern dabei unterschiedliche Informationen: Die Rückkaufmeldung beschreibt bereits erfolgte Transaktionen. Produktankündigungen betreffen dagegen die weitere Geschäftsentwicklung.

Stimmrechtsmeldungen differenziert einordnen

Gestern veröffentlichte SAP zudem Stimmrechtsmitteilungen im Zusammenhang mit der Aufhebung eines Stimmrechtspools. Bei der 72HODA80 GmbH sank der ausgewiesene Anteil von 5,52 % auf 0,51 %.

Diese Veränderung belegt nicht zwingend entsprechende Aktienverkäufe. Entscheidend ist der Zusammenhang mit der aufgehobenen Poolvereinbarung. Aus einem niedrigeren ausgewiesenen Stimmrechtsanteil lässt sich deshalb nicht ohne Weiteres ein entsprechender Rückzug aus der Aktie ableiten.

Die Mitteilung zu Dietmar Hopp und der Dietmar Hopp Stiftung gGmbH weist einen Rückgang von 5,04 % auf 4,49 % aus. Die Schwellenberührung erfolgte jeweils am Dienstag.

Für die Einordnung der Eigentümerbewegungen bleibt diese Unterscheidung zentral: SAP meldete einerseits tatsächlich erworbene eigene Aktien. Andererseits änderten sich ausgewiesene Stimmrechtsanteile infolge der Poolauflösung. Beide Vorgänge sind getrennt zu betrachten.

Unterschiedliche Erwartungen an das Cloud-Geschäft

Auch die Analysteneinschätzungen ergeben kein einheitliches Bild. BMO Capital erhöhte am 8. Oktober das Kursziel von 177 US-Dollar auf 235 US-Dollar und bestätigte die Einstufung „Outperform“.

Dem steht eine zurückhaltendere Einschätzung von UBS gegenüber. Im Mittelpunkt steht dabei eine mögliche Verlangsamung des kurzfristigen Cloud-Auftragsbestands. Diese Aussage beschreibt ein Risiko, keinen bereits gemeldeten Rückgang.

UBS beließ SAP am 7. Oktober auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 201 Euro. Die in unterschiedlichen Währungen formulierten Zielmarken lassen sich nicht unmittelbar miteinander vergleichen.

Die nächste Gelegenheit zur Überprüfung der operativen Erwartungen folgt mit den Ergebnissen für das dritte Quartal 2026. SAP wird sie am 21. Oktober veröffentlichen. Die angekündigte Telefonkonferenz für Analysten und Investoren beginnt um 23:00 Uhr MESZ. Der Rückkauf ist damit dokumentiert; für die Bewertung des Geschäftsverlaufs stehen die Quartalszahlen im Mittelpunkt.

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