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SAP Aktie: Asam erwartet Einsparungen durch günstigere KI-Modelle

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 11:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
SAP verbindet kontrollierte Cloud- und KI-Nutzung mit Datenzugriff und Governance; Effizienzmaßnahmen sollen binnen zwei Jahren über zwei Milliarden Euro einsparen.
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SAP baut sein Angebot für den kontrollierten Betrieb von Cloud- und KI-Anwendungen aus.

Zusammen mit neuen KI-Funktionen für die eigene Kundeninfrastruktur ergibt sich ein gemeinsamer Schwerpunkt: Kunden sollen moderne Anwendungen nutzen können, ohne sämtliche Betriebsentscheidungen aus der Hand zu geben.

Niederländische Vereinbarung konkretisiert Cloud-Angebot

Die Vereinbarung umfasst die Entwicklung und den Betrieb einer souveränen Cloud-Umgebung in den Niederlanden. Der Betrieb soll am 1. Januar 2028 beginnen. Damit reicht das Vorhaben über die Bereitstellung einzelner Anwendungen hinaus und schließt deren Betriebsumgebung ein.

Für Anleger ist dabei die Unterscheidung zwischen Vertragsabschluss und Betriebsstart wichtig. Die strategische Vereinbarung ist unterzeichnet; die Aufnahme des Betriebs liegt dagegen noch in der Zukunft. Der Schritt konkretisiert SAPs Angebot für souveräne Cloud-Umgebungen, ist aber nicht mit einem bereits laufenden Betrieb gleichzusetzen.

Einen verwandten Ansatz verfolgt SAP bei künstlicher Intelligenz. Kunden können damit KI-Agenten und Workflow-Automatisierungen in ihrer eigenen Infrastruktur einsetzen. Anders als beim niederländischen Cloud-Vorhaben ist diese Lösung bereits allgemein verfügbar.

Datenzugriff und Governance ergänzen die Strategie

Die Verbindung von KI, Datenzugriff und Kontrolle prägt auch weitere Produktankündigungen. Am 29. Oktober stellte SAP die SAP Application Data Foundation vor und kündigte eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit Databricks an.

Die neue Grundlage soll den Zugriff auf Daten aus SAP-Anwendungen in Cloud- und On-Premises-Umgebungen ermöglichen. Der Zugang erfolgt über die SAP Business Data Cloud einschließlich SAP Databricks. Für die Einordnung der KI-Angebote ist das relevant: Neben der Ausführung von Anwendungen adressiert SAP damit auch den Zugriff auf die zugrunde liegenden Unternehmensdaten.

Am 30. Oktober stellte SAP zudem neue Funktionen für die KI-Governance vor. Dazu gehört der AI Governance Assistant, der Bewertungen im Zusammenhang mit dem EU AI Act unterstützen soll. Seine Ergebnisse sind ausdrücklich als Entwürfe zur Prüfung durch Recht und Compliance vorgesehen. Der Assistent ersetzt diese Prüfung also nicht.

Effizienz bleibt ein zweiter Prüfstein

Neben Kontrolle und Datenzugriff zählt die Wirtschaftlichkeit der KI-Angebote. SAP-Finanzvorstand Dominik Asam sagte Reuters am 28. Oktober, SAP ersetze bei einigen Produkten teure KI-Modelle durch günstigere Alternativen, sofern deren Leistung ausreiche.

Zusammen mit weiteren KI-Effizienzmaßnahmen erwartet SAP dadurch Einsparungen von mehr als 2 Milliarden Euro innerhalb von zwei Jahren. Das ist eine Erwartung, kein bereits realisierter Ergebnisbeitrag.

Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Entwicklungsstände nebeneinander: SAP erweitert bereits verfügbare KI-Angebote und vereinbart zugleich künftige Cloud-Projekte. Entscheidend für die wirtschaftliche Einordnung bleiben deren Umsetzung und die erwarteten Effizienzgewinne.

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