Santhera, Break-even

Santhera: Break-even im dritten Quartal angepeilt

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 14:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Santhera strebt im dritten Quartal den operativen Break-even an. Agamree-Umsätze verdoppeln sich, während die Expansion nach Zentralasien startet.

Santhera-Aktie vor Break-even: Neuer CEO treibt Expansion voran
Abstrakte Darstellung von finanziellem Aufschwung und Stabilität in einem modernen, professionellen Geschäftsumfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Für Santhera Pharmaceuticals beginnt jetzt die Zeit der Wahrheit. Das Schweizer Biotech-Unternehmen nähert sich einem entscheidenden Wendepunkt seiner Firmengeschichte. Im laufenden dritten Quartal will das Management den operativen Cashflow-Break-even erreichen. Gelingt dieser Sprung, könnte die Firma ihr künftiges Wachstum erstmals ohne frisches Kapital von außen finanzieren.

Hinter der Zuversicht steht der Erfolg von Agamree. Das Medikament zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie treibt die Erlöse massiv an. Santhera konnte die Umsatzbasis zuletzt auf über 77 Millionen CHF verdoppeln. Das Unternehmen weitet parallel dazu den Vertrieb aus. Eine neue Kooperation mit Biomedica bringt das Präparat nun auch nach Zentralasien und in den Kaukasus.

Kurswechsel unter neuer Leitung

Seit Mitte Juli führt Orlando Oliveira das Unternehmen. Der neue CEO übernimmt in einer Phase, in der die Marktdurchdringung in Europa bereits weit fortgeschritten ist. In Kernmärkten wie Deutschland und Österreich hält Santhera hohe Marktanteile. Investoren warten nun gespannt auf erste strategische Impulse der neuen Spitze für die globale Expansion.

Die Aktie notiert aktuell bei 15,62 Euro. Damit bewegt sie sich fast punktgenau auf der 200-Tage-Linie von 15,69 Euro. Anleger werten dieses Niveau oft als psychologische Unterstützung. Ein Abprallen nach oben würde das positive Szenario seit Jahresbeginn stützen. Seit Januar verbuchte der Titel ein Plus von gut 14 Prozent.

Fokus auf den US-Markt

Der Blick richtet sich in den kommenden Wochen verstärkt auf Nordamerika. Dort vertreibt der Partner Catalyst Pharmaceuticals das Hauptprodukt. Daten zu den aktuellen Verkaufszahlen im US-Markt gelten als zentrale Kurstreiber für das restliche Quartal.

Zusätzliche Impulse könnten aus Südeuropa kommen. Dort laufen derzeit Erstattungsverhandlungen in Spanien und Italien. Das Management hält an seinem Versprechen fest: Bis Ende September soll die finanzielle Autarkie stehen. Das Erreichen dieses Ziels dürfte über die Bewertung der nächsten Monate entscheiden.

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