Santhera Aktie: Halbjahresumsatz verdoppelt sich
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 05:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein kräftiger Erlöszuwachs hat Santhera Pharmaceuticals im ersten Halbjahr 2026 deutlich vorangebracht. Der Gesamtumsatz verdoppelte sich auf 48,3 Millionen Franken. An der Börse sorgte das Zahlenwerk am gestrigen Mittwoch für Kauflaune: Das Papier kletterte um 9,1 Prozent auf 16,30 Euro.
Deutliche Zuwächse im operativen Geschäft
Treiber dieser Entwicklung war das Medikament Agamree zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie. Die reinen Produktverkäufe kletterten um 48 Prozent auf 17,2 Millionen Franken. Zudem summierten sich die Einnahmen aus Lizenzen und Meilensteinen auf 29,1 Millionen Franken.
Den größten Anteil an den Lizenzerlösen steuerte der Partner Nxera bei. Die Vereinbarung umfasst die Vermarktungsrechte für Japan, Südkorea sowie Australien und Neuseeland. Durch diesen Schritt sicherte sich Santhera substanzielle Vorauszahlungen. Gleichzeitig verbreitert das Unternehmen seine internationale Präsenz spürbar.
Auch auf der Ausgabenseite verzeichnete das Biotech-Unternehmen Fortschritte. Die operativen Kosten sanken auf 25,0 Millionen Franken. Der Betriebsverlust schrumpfte dadurch von 35,4 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum auf 6,6 Millionen Franken.
Kommerzialisierung in europäischen Kernmärkten
Parallel zum Umsatzplus schreitet die Markteinführung in Europa voran. Agamree ist inzwischen in vier der fünf größten Märkte der Europäischen Union verfügbar. Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen wichtige Erstattungsvereinbarungen in Spanien und Italien.
In bestehenden Märkten zieht die Nachfrage ebenfalls an.
Solide Kassenlage und bekräftigte Jahresziele
Die finanzielle Basis des Unternehmens hat sich durch die Meilensteine spürbar gefestigt. Zum Stichtag am 30. Juni beliefen sich die Barmittel auf 41,8 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management unverändert einen Umsatz zwischen 80 und 90 Millionen Franken an.
Die Liquidität soll bis zum Jahresende weitgehend stabil bleiben. Zwar rechnet die Unternehmensführung im ersten Halbjahr 2027 mit Belastungen durch Lageraufbau und Preisanpassungen in Deutschland. In der zweiten Jahreshälfte 2027 wird jedoch wieder mit einer eigenständigen Cash-Generierung gerechnet. Weiterer Finanzierungsbedarf bestehe nach Unternehmensangaben nicht.
Mit dem jüngsten Anstieg beläuft sich das Kursplus seit Jahresanfang auf 19 Prozent. Anleger honorieren damit vor allem die Aussicht auf einen nachhaltig sinkenden Mittelabfluss.
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