Santander Aktie: Vorstand beschließt höhere Zwischendividende
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 11:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der spanische Bankenkonzern Santander schüttet erneut mehr Barmittel an seine Anteilseigner aus. Der Vorstand beschloss am Dienstag eine Zwischendividende für das Geschäftsjahr 2026 von 12,7 Eurocent je Aktie. Das entspricht einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber der Zwischendividende des Vorjahres.
Insgesamt beläuft sich das Paket für das erste Halbjahr 2026 auf rund 3,7 Milliarden Euro, aufgeteilt auf die Bardividende von etwa 1,8 Milliarden Euro und ein parallel laufendes Aktienrückkaufprogramm.
Trotz der angekündigten Mittelrückführung geriet der Kurs unter Druck: Im heutigen Handel fällt die Santander-Aktie um 2,9 Prozent auf 11,95 Euro, hält aber seit Jahresanfang ein Plus von 18 Prozent.
Fünftes Wachstumsjahr in Folge
Mit dem jüngsten Beschluss setzt das Institut eine Serie fort: Es ist das fünfte Jahr in Folge mit einem zweistelligen Zuwachs bei der Bardividende. Laut CEO Ana Botín stieg die Zwischendividende je Aktie seit 2021 um insgesamt 162 Prozent. Die aktuelle Zahlung entspricht rund 25 Prozent des bereinigten Konzerngewinns des ersten Halbjahres 2026.
Für dividendenberechtigte Anleger sind die kommenden Wochen terminlich festgelegt. Der letzte Handelstag mit Anspruch auf die Zwischendividende ist der 28. Oktober. Am 29. Oktober notiert die Aktie ex Dividende, gefolgt vom Stichtag am 30. Oktober. Die eigentliche Auszahlung an die Aktionäre beginnt am 2. November.
Starke Halbjahresbasis stützt Rückflüsse
Die Kapitalausschüttung stützt sich auf kräftige Zuwächse im operativen Geschäft. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Santander einen bereinigten Rekordgewinn von 7,328 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Die Erträge kletterten um sechs Prozent auf 30,847 Milliarden Euro, während sich die Effizienzquote um 2,9 Prozentpunkte auf 42,8 Prozent verbesserte. Zudem gewann die Großbank in den zurückliegenden zwölf Monaten zwölf Millionen Kunden hinzu und betreut damit global 182 Millionen Kunden.
An den Gesamtjahreszielen hält das Management fest. Vorgesehen sind ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, sinkende Kosten auf Basis konstanter Wechselkurse sowie ein Jahresgewinn über dem Vorjahresniveau von 14,101 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote (CET1) soll zum Jahresende zwischen 12,8 und 13 Prozent liegen.
Strategische Verschiebung ab 2027
Für den Zeitraum von 2026 bis 2028 plant Santander unverändert eine ordentliche Gesamtausschüttung von rund 50 Prozent des bereinigten Gewinns. Allerdings kündigte der Vorstand eine strukturelle Anpassung der Gewichtsverteilung an.
Während die Mittel für das Geschäftsjahr 2026 noch nahezu zu gleichen Teilen in Bardividenden und Rückkäufe fließen, soll sich das Verhältnis ab den Ergebnissen 2027 verschieben. Geplant sind dann rund 35 Prozent des Gewinns als direkte Bardividende und etwa 15 Prozent für Aktienrückkäufe.
Analystenseitig stieß die operative Entwicklung zuletzt auf Zuspruch. Jefferies-Analystin Miruna Chirea bestätigte gestern ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 12,00 Euro. Auch das Analysehaus UBS stuft die Aktie mit „Buy“ ein und sieht das Kursziel bei 14,30 Euro.
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