Sandoz Aktie: Sichert Vermarktungsrechte mit mAbxience
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 08:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit einer neuen Kooperation erschließt der Generika- und Biosimilar-Konzern Sandoz ein weiteres Behandlungsfeld. Durch eine Vereinbarung mit dem Partner mAbxience sicherte sich das Unternehmen die weltweiten Vermarktungsrechte für einen geplanten Emicizumab-Biosimilar-Kandidaten zur Therapie von Hämophilie A. Ausgenommen von der Vereinbarung bleiben lediglich die Märkte in Argentinien, Uruguay und Paraguay. Während mAbxience die Entwicklung sowie die Herstellung übernimmt, liegt der Vertrieb in den Händen von Sandoz.
Vorstoß in Milliardenmarkt für Blutgerinnungsstörungen
Für Sandoz stellt der Wirkstoffkandidat den ersten Schritt in den Markt für Hämophilie-Biosimilars dar. Das Marktpotenzial ist beträchtlich: Das Unternehmen bezifferte den weltweiten Referenzmarkt für Emicizumab auf USD 5,7 Milliarden. Zugleich markiert das Projekt einen strategischen Meilenstein, da die unternehmenseigene Biosimilar-Pipeline mit diesem Schritt auf 40 Wirkstoffe angewachsen ist.
Der Ausbau der Pipeline folgt den übergeordneten Zielen, die das Management am 8. September im Rahmen eines Kapitalmarkttags vorgestellt hatte. Dort präsentierte das Unternehmen die sogenannte „Bio100“-Roadmap, mit der die Aktivitäten im Biosimilar-Segment forciert werden sollen.
Parallel zum Vorstoß bei Nachahmermedikamenten für seltene Erkrankungen verbuchte das Unternehmen auch im Generika-Geschäft Fortschritte. Health Canada erteilte am 18. September die Zulassung für generisches Semaglutid. Das Präparat basiert auf dem Diabetes-Mittel Ozempic und soll die Versorgung mit GLP-1-Wirkstoffen in Kanada verbessern.
Finanzierung auf langfristiges Profil ausgerichtet
Um die geschäftliche Entwicklung und anstehende Refinanzierungen abzusichern, platzierte Sandoz am 14. September eine neue Anleihe. Das Papier umfasst ein Volumen von EUR 500 Millionen bei einer Laufzeit von zwölf Jahren und ist mit einem Kupon von 4,835 % ausgestattet. Die Erlöse dienen allgemeinen Unternehmenszwecken sowie der Ablösung bestehender Verbindlichkeiten.
Medienberichten zufolge soll der durchschnittliche jährliche Zinssatz auf die gesamten Bruttoschulden einschließlich der jüngsten Tranche weiterhin unter der Marke von 4 % bleiben. Das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten reicht bis in das Jahr 2038, wobei die durchschnittliche Restlaufzeit bei rund sechs Jahren liegt.
Anleger honorieren die kontinuierliche Umsetzung der strategischen Vorhaben: Im vorbörslichen Handel steht die Sandoz-Aktie bei 75,60 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Kursplus von 22 Prozent.
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