SANDISK, Aktie

SANDISK Aktie: Vereinbarung für Yokkaichi verlängert

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 10:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SanDisk meldete im vierten Quartal 2026 51 Prozent Umsatzplus und plant mit Kioxia mehr als 31 Milliarden US-Dollar für Japan.

SanDisk-Aktie erholt sich nach Oracle-Sorgen, Japan-Ausbau läuft weiter
Moderne Halbleiterfertigung in einem Reinraum mit blauem Licht, die technologische Stabilität symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Erschütterungen im Technologiesektor haben die Speicherchipbranche eingeholt. Eine Mitteilung über höhere Gewalt beim Rechenzentrumsprojekt Jupiter von Oracle in New Mexico schürte gestern Befürchtungen über zeitliche Verzögerungen bei Server- und Speicherchip-Bestellungen.

SanDisk geriet dadurch an den US-Börsen unter Druck. Im vorbörslichen Handel erholt sich das Papier am heutigen Freitag um 1,9 Prozent auf 1.570,00 Euro, nachdem der Schlusskurs gestern bei 1.540,00 Euro gelegen hatte.

Hinter der Nervosität der Anleger steht die Frage, wie krisenfest der Ausbauzyklus für Rechenzentren im Bereich der Künstlichen Intelligenz tatsächlich ist. Verzögern sich Bauvorhaben bei den großen Infrastrukturbetreibern, verschieben sich auch die Lieferabrufe für Flash- und Arbeitsspeicher.

Oracle trat den Sorgen zwar entgegen und betonte, das Projekt liege weiterhin im Zeitplan. Dennoch reagierte der Markt empfindlich auf Signale möglicher Verzögerungen bei Energie- und Pipeline-Infrastrukturen.

Langfristiger Kapazitätsausbau in Japan

Ungeachtet der kurzfristigen Marktbewegungen treibt SanDisk den Ausbau seiner Produktionsinfrastruktur voran. Gemeinsam mit dem japanischen Partner Kioxia plant der Konzern Investitionen von über 31 Milliarden US-Dollar in Speicheranlagen in Japan.

Die Zusammenarbeit stützt sich auf eine langfristige vertragliche Basis: Die Joint-Venture-Vereinbarung für das Werk in Yokkaichi wurde im Frühjahr bis zum 31. Dezember 2034 verlängert und läuft damit parallel zum Standort Kitakami.

Die Kooperation dient der gemeinsamen Entwicklung fortschrittlicher Generationen von 3D-Flash-Speichern, um Skaleneffekte zu sichern und Produktionsprozesse zu optimieren. Gleichzeitig birgt der weltweite Ausbau der Fertigungskapazitäten das Risiko, dass künftige Überangebote den derzeitigen Margenaufschwung dämpfen könnten, falls das Angebot die Nachfrage der Hyperscaler wieder einholt.

Hohe Profitabilität stützt Kapitalrückflüsse

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte SanDisk einen Umsatzsprung um 51 Prozent auf 8,97 Milliarden US-Dollar. Die Non-GAAP-Bruttomarge kletterte dabei auf 84,6 Prozent, da das Marktumfeld durch spürbar gestiegene Verkaufspreise geprägt war.

Die Mittel aus dem operativen Geschäft nutzt das Unternehmen nicht nur für Forschung und Entwicklung, sondern auch für Rückflüsse an die Investoren. Die hohe Liquidität erlaubt es dem Management, die Kapitalstruktur aktiv über den Rückkauf eigener Anteilsscheine zu steuern.

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