SANDISK, Aktie

SANDISK Aktie: Rechenzentrumsgeschäft vervielfacht

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 22:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sandisk steigert den Rechenzentrumsumsatz deutlich, profitiert von KI-Nachfrage und erwartet festere NAND-Preise sowie stabilere Erträge.

Sandisk-Aktie steigt dank KI-Speicherboom und höherer Margen
Modernes Rechenzentrum mit leuchtenden Glasfaserkabeln und Server-Racks als Symbol für digitales Datenwachstum. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Sandisk klettert heute um 7,1 % auf 1.660,00 Euro. Der Markt honoriert die Neupositionierung des Speicherherstellers im Bereich künstliche Intelligenz. Rechenzentren fragen für Inferenz-Anwendungen immer größere Kapazitäten an schnellen Flash-Speichern nach.

Speicherhunger in Rechenzentren

Im zurückliegenden Geschäftsjahr vervielfachte Sandisk sein Rechenzentrumsgeschäft. Der Spartenumsatz kletterte auf rund 5,2 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor hatte der Bereich lediglich 960 Millionen Dollar erlöst.

Dieser Wandel markiert einen strategischen Bruch mit der Historie des Unternehmens. Während der traditionelle Markt für PCs und Mobiltelefone schwächelt, benötigen Betreiber großer Rechenzentren spezialisierte Hardware. Flash-Speicher wandeln sich von austauschbarer Massenware zu einer systemkritischen Säule moderner Server-Architekturen.

Effizienz und Technologievorsprung

Analyst Kevin Cassidy von Rosenblatt betont die technischen Vorzüge moderner Solid-State-Drives bei anspruchsvollen Rechenlasten. Unternehmensinterne Tests zeigen bei Inferenz-Systemen mit solchen Speichern einen um 75 Prozent geringeren Energieverbrauch gegenüber reinen Arbeitsspeicher-Konfigurationen. Zudem erhöht sich der Datendurchsatz spürbar.

Die technologische Basis für diese Effizienz liefert die Kooperation mit dem japanischen Partner Kioxia. Über die gemeinsamen Fertigungsplattformen BiCS8 und BiCS10 realisiert das Unternehmen eine höhere Bit-Dichte auf dem Silizium. Gleichzeitig werden weniger Schichten als bei vielen Konkurrenten benötigt, was die Herstellungskosten verringert.

Festere Preisstrukturen stabilisieren Erträge

Auch an der Preisfront zeichnet sich eine deutliche Erholung ab. Das Analysehaus Susquehanna erwartet für das laufende Quartal einen sequenziellen Preisanstieg bei NAND-Speichern um 60 Prozent. Für das darauffolgende Quartal prognostizieren die Experten ein weiteres Plus von 25 Prozent.

Um sich gegen die historische Zyklik der Chipbranche abzusichern, setzt Sandisk auf langfristige Verträge. Neue Vereinbarungen mit acht Schlüsselkunden enthalten Preisuntergrenzen und feste Liefervolumina. Der Vorstand peilt für künftige Geschäftsjahre eine bereinigte Bruttomarge von rund 80 Prozent an. Damit vollzieht das Unternehmen den Übergang zu einem berechenbareren Geschäftsmodell.

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de | US80004C2008 | SANDISK | boerse | 70159488 |