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Samsung SDI Aktie: SBB 2.0 besteht UL-Brandtest

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 06:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung SDI präsentierte eine LFP-Zelle für Rechenzentren, meldete einen bestandenen Großbrandtest und beteiligt sich an Helix’ Milliardenfinanzierung.

Samsung SDI zeigt LFP-Batterie für KI-Rechenzentren und investiert in Helix
Moderne Batterietechnologie und industrielle Energiespeicher in einer professionellen, technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der südkoreanische Batteriehersteller Samsung SDI treibt seine Ausrichtung auf den boomenden Markt für künstliche Intelligenz voran. Auf der Fachmesse DCWA 2026 in Singapur präsentierte das Unternehmen heute erstmals eine zylindrische Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP), die speziell für die Notstromversorgung in KI-Rechenzentren konzipiert ist. An der Börse in Seoul geriet der Titel ungeachtet der Neuvorstellungen unter Druck: Die Aktie verlor heute 4,7 Prozent auf 508.000,00 KRW.

Trotz des aktuellen Rücksetzers verzeichnet das Papier seit Jahresanfang ein Kursplus von 88 Prozent. Der Konzern reagiert mit der neuen Produktlinie auf den enormen Energiebedarf und die strengen Sicherheitsanforderungen moderner Serverfarmen. Bislang dominierten im Rechenzentrumssektor vor allem andere Zellchemien, doch die Nachfrage nach kostengünstigeren und thermisch stabilen LFP-Zellen nimmt deutlich zu.

Neue Zellarchitektur und bestandene Feuertests

Die neu vorgestellte zylindrische LFP-Zelle basiert auf einer proprietären Strukturtechnik, mit der Samsung SDI nach eigenen Angaben eine höhere Energiedichte und Leistungsabgabe bei gleichzeitig verbesserter Sicherheit erzielt. Auf der Messe zeigte das Unternehmen Lösungen für vier Kernbereiche: Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (UPS), Batterie-Backup-Einheiten (BBU), stationäre Energiespeichersysteme (SBB) sowie reine Zellkomponenten.

Für Server-Backup-Systeme stellte Samsung SDI unter anderem zylindrische Nickel-Mangan-Cobalt-Batterien (NMC) im Format 21700 vor, die über eine neu konstruierte Bodenentlüftung verfügen.

Zugleich meldete das Unternehmen einen technischen Meilenstein: Das Energiespeichersystem SBB 2.0, das auf prismatischen LFP-Zellen basiert, bestand die Kriterien des anspruchsvollen Großbrandtests der Prüforganisation UL Solutions.

Ein im Container gezielt ausgelöstes Feuer griff während der Überprüfung weder auf Nachbareinheiten über noch führte es zu Explosionen. Die Fertigung dieses Speichersystems ist für das Joint-Venture-Werk StarPlus Energy mit Stellantis im US-Bundesstaat Indiana vorgesehen.

Milliardeninvestition in US-Infrastrukturplattform

Flankiert wird die Produktoffensive von einer strategischen Kapitalallokation auf Konzernebene. Samsung SDI beteiligt sich gemeinsam mit Samsung Electronics und vier weiteren Konzernschwestern an einer Finanzierungsrunde im Gesamtvolumen von einer Milliarde US-Dollar für das US-Unternehmen Helix Digital Infrastructure.

Die von der Beteiligungsgesellschaft KKR initiierte Plattform entwickelt Hyperscale-Rechenzentren und baut die zugehörige Energie- sowie Glasfaserinfrastruktur auf.

Während Samsung Electronics die Hälfte des Betrags zeichnet, teilen sich die übrigen fünf Tochtergesellschaften die verbleibenden 500 Millionen US-Dollar. Für Samsung SDI eröffnet die Kooperation mit Helix einen direkten Zugang zu künftigen Großprojekten im Bereich der Notstrom- und Pufferbatterien, an denen unter anderem auch Nvidia als strategischer Gründungsinvestor beteiligt ist.

Analysten erwarten operative Erholung

Die Expansion in den Bereich der Energiespeichersysteme (ESS) stützt auch die Ertragserwartungen am Markt. Die Analysten von Samsung Securities bestätigten ihre Kaufempfehlung.

Treiber dieser Entwicklung sind neben anziehenden Lieferungen von BBU-Einheiten für Rechenzentren auch steigende Absatzzahlen von ESS-Großspeichern in Nordamerika. Nach mehreren verlustreichen Quartalen im Zuge der allgemeinen Nachfrageabkühlung bei Elektrofahrzeugen zeichnet sich damit über die Energiesparte eine zunehmende Stabilisierung der operativen Margen ab.

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