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Samsung Electronics Aktie: Speicherwerte verlieren den Rückhalt

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 12:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zweifel an der Finanzierung des KI-Booms belasten Samsung; CXMT plant Servermodule, hat eine Massenfertigung aber noch nicht belegt.

Samsung-Aktie fällt trotz Rekordquartal wegen KI-Finanzierungssorgen
Abstrakte Darstellung einer Halbleiterfertigung in kühlen Blautönen, die eine angespannte Marktstimmung symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Ein Rekordquartal reicht nicht, um die Anleger zu beruhigen. Samsung-Titel gaben in Seoul fast acht Prozent nach, getrieben von Zweifeln an der Finanzierung des KI-Booms und Sorgen vor neuer Konkurrenz aus China.

Seoul im Minus, Tokio ebenfalls

Samsung schloss in Seoul 7,98 Prozent tiefer bei 230.500 Won. Schwerer traf es den Rivalen SK hynix, der 9,91 Prozent verlor. Beide gehören zu den zentralen Lieferanten von High-Bandwidth-Memory für KI-Rechenzentren.

Auch in Tokio ging es abwärts. Kioxia büßte 13,2 Prozent ein, SoftBank gut acht Prozent. Die Bewegung folgt der Wall Street, wo Chipwerte zuvor nachgegeben hatten.

Broadcom-Chef sät Zweifel

Auslöser war ein Auftritt von Broadcom-CEO Hock Tan auf einer Konferenz in Singapur. Er nannte die Finanzierung den womöglich größten Engpass der KI-Branche und stellte die langfristige Wirtschaftlichkeit verlustreicher KI-Labore infrage. Viele Anleger wüssten gar nicht, worin sie investierten, es erinnere an ein Casino. Intel-Chef Lip-Bu Tan verwies zusätzlich auf Engpässe bei Speicher, Lieferketten und Strom.

Tan sieht die Nachfrage nach KI-Chips allerdings weiterhin mindestens zwei Jahre über dem Angebot. Die Sorge gilt also weniger dem Bedarf als der Frage, wer ihn bezahlt.

CXMT: Sorge oder Überreaktion?

Hinzu kommt der chinesische Speicherhersteller CXMT. Er meldete Fortschritte bei einer dichteren DRAM-Architektur und will darauf basierende Server-Module bis Ende 2026 einführen.

Marktteilnehmer sehen darin eher einen Anlass als den Grund des Ausverkaufs. Ein Stratege von UBP verweist auf Gewinnmitnahmen bei den in diesem Jahr stark gestiegenen KI- und Speicherwerten. Ein Vertreter von Rayliant Global Advisors hält die Reaktion für überzogen: CXMT habe noch keine Massenfertigung nachgewiesen, und bei HBM sei die Dominanz der Koreaner unangefochten.

Tatsächlich zielen die angekündigten Module auf klassischen Server-Arbeitsspeicher, nicht auf gestapeltes HBM. Die aktuellen Zahlen von Samsung berührt das kaum. Offen ist jedoch, wie lange die außergewöhnlich hohen Margen im konventionellen Speichergeschäft halten, wenn ein zusätzlicher Anbieter Volumen liefert.

Der Kursrutsch trotz Rekordgewinns im dritten Quartal zeigt, wie eng Samsung an die Stimmung gegenüber KI-Investitionen gekoppelt ist. Solange CXMT keine Serienfertigung belegt und die HBM-Nachfrage trägt, bleibt der Kern des Geschäfts unangetastet. Die Marke von 230.500 Won markiert nun den Schlusskurs, an dem sich die nächsten Handelstage messen lassen.

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