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Salesforce Aktie: S&P senkt Kreditrating auf A

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 03:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zacks empfiehlt Salesforce stärker, während S&P die Bonität herabsetzt und für 2027 ein Umsatzwachstum von 11 Prozent erwartet.
Salesforce, Aktie, S&P, Kreditrating, Zacks, Bonität, Umsatzwachstum Illustration mit AI erstellt.

Zacks Research hat Salesforce gestern von „Halten“ auf „Stark kaufen“ hochgestuft. Die positivere Aktienbewertung trifft auf wachsende Bedenken zur Finanzierung der Übernahmestrategie: S&P Global Ratings senkte am Mittwoch das Kreditrating. Für Anleger stehen damit die erwartete Geschäftsentwicklung und die steigende Verschuldung im Mittelpunkt.

Die Aktie verlor gestern -2,0% und zeigte damit trotz der Hochstufung Schwäche. Entscheidend für die weitere Einordnung ist, ob Salesforce das erwartete Wachstum mit einer tragfähigen Verschuldung verbinden kann.

Zacks setzt auf die Aktie

Mit der Hochstufung positioniert sich Zacks optimistischer als der Analystenkonsens. Dieser lautet weiterhin „Moderat kaufen“ und weist ein durchschnittliches Kursziel von 278,98 US-Dollar aus.

Die zuletzt gemeldeten Geschäftszahlen liefern Anhaltspunkte für die positive Sicht. Salesforce erzielte einen Umsatz von 11,35 Milliarden US-Dollar nach erwarteten 11,33 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug 10,8%.

Auch der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen deutlich. Bei der Bewertung dieser Stärke müssen Anleger allerdings den Beitrag strategischer Investments berücksichtigen.

Der bereinigte Gewinn lag bei 5,90 US-Dollar je Aktie gegenüber einem Konsens von 3,27 US-Dollar. Darin waren 2,53 US-Dollar je Aktie aus strategischen Investments enthalten.

Rückkäufe und Übernahmen belasten die Bonität

S&P senkte das langfristige Emittentenrating von A+ auf A und beließ den Ausblick auf stabil. Als Gründe nannte die Agentur schuldenfinanzierte Aktienrückkäufe über 25 Milliarden US-Dollar sowie die Übernahmen.

Damit rückt die Kapitalverwendung stärker in den Fokus. S&P erwartet, dass Salesforce den Großteil oder nahezu den gesamten freien operativen Cashflow für Aktionärsrenditen und Zukäufe einsetzen wird.

Die Pro-forma-Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA überschritt die bisherige Herabstufungsschwelle vom Zweifachen. S&P rechnet künftig mit einem Verhältnis unter dem 2,5-Fachen.

Der stabile Ausblick stützt die Bonitätseinschätzung, solange die Verschuldung innerhalb dieses Rahmens bleibt. Weitere schuldenfinanzierte Rückkäufe oder größere Übernahmen könnten zusätzlichen Ratingdruck auslösen, wenn sie die Verschuldung über diese Grenze treiben.

Wachstum muss die Zukäufe rechtfertigen

Die Übernahmen sind zugleich ein wichtiger Bestandteil der Wachstumserwartungen. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert S&P ein Umsatzplus von 11%. Zukäufe sollen dazu drei bis vier Prozentpunkte beitragen.

Für Salesforce spricht damit die Aussicht auf schnelleres Wachstum, sofern die übernommenen Geschäfte die erwarteten Beiträge liefern. Gegen die Strategie spricht die stärkere Beanspruchung der Bilanz, falls weitere Transaktionen den finanziellen Spielraum verkleinern.

Mit der geplanten Cresta-Übernahme verfolgt Salesforce den Ausbau seiner Sprach-KI weiter. Die Technologie soll mit Service Cloud verbunden werden und Kundenanrufe sowie die Unterstützung von Servicemitarbeitenden verbessern.

Der Abschluss wird im ersten Quartal des Salesforce-Geschäftsjahrs 2028 erwartet, vorbehaltlich üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. Zugleich erwartet S&P von Angeboten mit eigenständig handelnden KI-Agenten in den nächsten beiden Geschäftsjahren noch keine wesentlichen Umsatzbeiträge. Die kurzfristige Bewährungsprobe liegt deshalb vor allem im bestehenden Geschäft und in der finanziellen Disziplin bei weiteren Zukäufen.

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