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Salesforce Aktie: Morgan Stanley vermisst Wachstumssignale

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 17:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der positive KI-Ton und ein Kursplus von 4,2 Prozent ändern nichts an der Prognose; Agentforces Beitrag zum Umsatzwachstum bleibt offen.
Salesforce US79466L3024 mit generischem San Francisco Wolkenkratzer im goldenen Abendlicht über der Bucht fotografiert Illustration mit AI erstellt.

Salesforce vermittelt nach dem Dreamforce Investor Day mehr Zuversicht beim Thema künstliche Intelligenz, hebt seine Finanzprognose aber nicht an. Für eine optimistischere Bewertung fehlt Klarheit über eine mögliche Beschleunigung des organischen Umsatzwachstums.

Damit rückt die Umsetzung von Agentforce in den Mittelpunkt. Entscheidend ist nicht allein, welche Aufgaben die KI-Agenten übernehmen können. Für Anleger zählt, ob Kunden die Technologie über Pilotprojekte hinaus dauerhaft einsetzen und Salesforce daraus zusätzliche wiederkehrende Umsätze erzielt.

Morgan Stanley vermisst belastbare Wachstumssignale

Nach Einschätzung von Morgan Stanley fällt der KI-Ausblick des Managements inzwischen zuversichtlicher aus. Partnerbefragungen der Bank zeigen allerdings, dass der breite Einsatz von Agentforce noch am Anfang steht. Ob sich das organische Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2027 beschleunigen kann, blieb aus Sicht der Analysten ungeklärt.

Die unveränderte Prognose setzt dieser Zuversicht einen klaren Rahmen. Salesforce hielt sowohl am laufenden Geschäftsjahresausblick als auch am langfristigen Ziel fest, bis zum Geschäftsjahr 2030 die „Rule of 50“ zu erreichen.

Die heutige Kursreaktion fällt dennoch positiv aus: Die Aktie gewinnt 4,2%. Der Anstieg geht damit nicht mit einer höheren Finanzprognose einher. Die Frage nach dem zusätzlichen Wachstumsbeitrag der KI-Angebote bleibt offen.

Warum die Analysten unterschiedlich urteilen

Seine zentrale These: KI dürfte große Unternehmen stärker an bestehende Softwareplattformen binden, statt diese zu verdrängen. Damit revidiert Liani seine frühere Einschätzung, generative KI könne die Bedeutung großer CRM-Plattformen aushöhlen.

Die Bank verweist auf Wachstum beim Wert neuer Jahresverträge und eine Beschleunigung bei Slack. Zugleich bezeichnet sie die bislang geringen KI-Umsätze und eine langsamere Einführung als kurzfristige Risiken. Der Gegensatz zu Morgan Stanley liegt somit vor allem darin, wie viel künftiges Wachstum bereits eine höhere Bewertung rechtfertigt.

Vom Pilotprojekt zur dauerhaften Nutzung

Agentforce soll Aufgaben in Vertrieb, Service und Support auf einer einheitlichen Datengrundlage ausführen. Salesforce setzt dabei nicht ausschließlich auf Nutzerlizenzen, sondern auch auf verbrauchsabhängige Preise nach Agentenleistung.

Für Kunden werden damit neben der Zahl der Anwender auch Umfang und Komplexität der Arbeitsabläufe wichtig.

Für Anleger führt das zurück zur unveränderten Prognose: Mehr technische Möglichkeiten sind noch kein Beleg für schnelleres organisches Wachstum. Morgan Stanleys zurückhaltendes Urteil markiert genau diese Lücke zwischen dem zuversichtlicheren KI-Ausblick und dem bislang bestätigten Finanzrahmen.

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