Salesforce Aktie: Doppelschlag auf der Dreamforce
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 15:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Salesforce nutzt die diesjährige Dreamforce-Konferenz für zwei Ankündigungen, die zeigen, wohin die Reise beim Thema Agentic AI gehen soll: ein eigenes Reasoning-Modell für Agentforce und eine vertiefte Industriepartnerschaft mit Siemens. Beide Schritte zielen auf dasselbe Problem — KI-Agenten sollen nicht nur Antworten liefern, sondern komplexe Geschäftsprozesse eigenständig durchziehen.
Koa soll Agentforce das Denken beibringen
Gemeinsam mit Nvidia stellte Salesforce das Modell Koa vor, das erste hauseigene CRM-Reasoning-Modell für Agentforce. Basis ist Nvidias Nemotron-3-Super-Modell, das mit synthetischen Daten aus 27 Jahren CRM-Erfahrung nachtrainiert wurde. Im hauseigenen CRM-Benchmark soll Koa bei typischen Aufgaben wie dem Aktualisieren von Opportunities oder dem Routing von Support-Fällen mit dreifach geringerer Fehlerquote arbeiten als vergleichbare Modelle.
Wichtig für Kunden aus regulierten Branchen: Salesforce betont, dass keine Kundendaten ins Training geflossen sind und Salesforce selbst die Modellgewichte kontrolliert. Über Missionforce soll die Nemotron-Technologie künftig auch Behörden und regulierten Organisationen zugänglich sein, inklusive Einsatz in abgeschotteten Netzwerken.
Koa läuft aktuell in einer Pilotphase bei ausgewählten Kunden, darunter 1-800Accountant, Baxter Credit Union und die Formel 1. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Winter 2026 in den USA geplant.
Siemens lässt Agentforce 18.000 Verkäufer unterstützen
Parallel dazu vertieft Salesforce seine Partnerschaft mit Siemens. Deren Teamcenter-Software für Service-Lifecycle-Management soll künftig mit Agentforce zusammenarbeiten, damit technisches Ingenieurswissen direkt in Vertriebs- und Serviceprozesse einfließt. Ein Servicetechniker soll so vor dem ersten Kundenbesuch die passenden Ersatzteile für eine bestimmte Seriennummer identifizieren können.
Siemens hat Agentforce bereits im eigenen Vertrieb im Einsatz: Zwei KI-Agenten übernehmen die Qualifizierung von monatlich über 2.500 unqualifizierten Leads für 18.000 Verkäufer und decken dabei sämtliche eingehenden Anfragen aus 132 Ländern ab.
Nach Einschätzung des Managements wächst das Aftermarket-Geschäft von Industrieunternehmen deutlich schneller als der Verkauf neuer Anlagen und bringt höhere Margen — ein Feld, das die tiefere Verzahnung von Engineering- und CRM-Daten erschließen soll.
Beide Ankündigungen fügen sich in Salesforces Strategie, Agentforce als zentrale Plattform für autonome Geschäftsprozesse zu positionieren — vom eigenen Reasoning-Modell bis zur Integration in industrielle Kernsysteme. Ob sich die versprochenen Effizienzgewinne bei Kunden wie Siemens in den kommenden Quartalszahlen niederschlagen, dürfte für die weitere Bewertung der Agentforce-Strategie entscheidend sein.
Salesforce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Salesforce-Analyse vom 15. September liefert die Antwort:
Die neusten Salesforce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Salesforce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Salesforce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
