Safestore, Aktie

Safestore Aktie: Simon Clinton kauft 66.000 Aktien

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 05:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Safestore steigert den Quartalsumsatz währungsbereinigt, rechnet 2026 jedoch mit einem EPS am unteren Ende der Analystenspanne.

Fotorealistische Aufnahme eines modernen Selfstorage-Gebäudekomplexes mit Rolltoren
Fotorealistisches Motiv eines modernen Selfstorage-Gebäudes veranschaulicht Safestore Holdings plc, ISIN GB00B1N7Z094, führenden britischen Self-Storage-Betreiber Illustration mit AI erstellt.

Der britische Self-Storage-Anbieter Safestore Holdings hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 angepasst. Trotz eines währungsbereinigten Umsatzwachstums im dritten Quartal reagiert das Management auf ein verändertes Marktumfeld und operative Herausforderungen in einzelnen Regionen. Während der Aktienkurs unter Druck steht, setzt die Unternehmensführung durch gezielte Anteilsübernahmen ein Zeichen des Vertrauens.

Umsatzwachstum bei gedämpften Ergebniserwartungen

Für das dritte Quartal, das den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 31. Juli umfasst, meldete Safestore einen Konzernumsatz von 62,2 Millionen Pfund. Dies entspricht laut Berichten von Reuters und Alliance News einem Anstieg von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf Basis konstanter Wechselkurse.

Dennoch senkte das Unternehmen die Erwartungen für den bereinigten verwässerten EPRA-Gewinn pro Aktie (EPS) für das Gesamtjahr 2026. Dieser soll nun in der unteren Hälfte der bisherigen Analystenspanne von 39,6 Pence bis 42,4 Pence liegen.

Die operative Entwicklung zeigte Licht und Schatten. Während die durchschnittliche Lagerrate um 2,3 Prozent auf 30,66 Pfund stieg, sank die Auslastung zum Quartalsende auf 77,5 Prozent, verglichen mit 78,3 Prozent im Vorjahr.

Besonders das Geschäft in Paris erwies sich als schwierig: Hier sank der Umsatz um 2,5 Prozent. Das Unternehmen begründete dies mit Kannibalisierungseffekten durch neue Standorte, die Unterteilung von Lagereinheiten und ein verhaltenes wirtschaftliches Umfeld in der französischen Metropole.

Finanzvorstand nutzt Kursniveau für Zukäufe

Die Aktie von Safestore hat seit Beginn des Jahres deutlich an Wert verloren und verzeichnete seit Jahresanfang ein Minus von 23 Prozent. Am vergangenen Freitag schloss das Papier bei 5,42 GBP und notiert damit nur noch 0,7 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 5,38 GBP. In dieser Phase deutlicher Kursverluste trat CFO Simon Clinton als Käufer am Markt auf.

Wie das Unternehmen mitteilte, erwarb der Finanzvorstand am vergangenen Mittwoch 66.000 Aktien zu einem Preis von 5,515 Pfund pro Stück. Bereits am Freitag der Vorwoche hatte Clinton 6.258 Stammaktien zu einem Kurs von rund 5,56 Pfund gekauft.

Diese Transaktionen werden am Markt oft als Signal gewertet, dass die Führungsebene das aktuelle Bewertungsniveau für attraktiv hält, auch wenn die kurzfristigen operativen Aussichten durch die Guidance-Senkung getrübt wurden.

Strategische Anpassungen im Entwicklungsprogramm

Parallel zur Veröffentlichung der Quartalszahlen gab Safestore bekannt, die zeitliche Staffelung seines britischen Entwicklungsprogramms für die Jahre 2027 und 2028 zu überprüfen. Die gesamte Pipeline an geplanten Projekten bleibe jedoch unverändert.

Am Donnerstag der Vorwoche bestätigte das Unternehmen zudem, dass eine neue Filiale in Watford eröffnet wurde, die die verfügbare Mietfläche um 57.500 Quadratfuß erweitert. Die verbleibenden Ausbaupläne für das laufende Jahr mit einem Volumen von 167.100 Quadratfuß seien weiterhin auf Kurs.

Analysten bewerten die Lage des Unternehmens nach dem Trading-Update unterschiedlich. Jefferies Financial Group bestätigte am Freitag der Vorwoche die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 788 Pence.

Die Analysten der Deutschen Bank hingegen bekräftigten ihre Einstufung auf „Hold“ und beließen das Kursziel bei 700 Pence. Während die Expansion vorangetrieben wird, bleibt die kurzfristige Ertragskraft angesichts der bereinigten Prognosen der zentrale Fokus für Investoren.

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