S&P Global Aktie: Industrie zieht an
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 11:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Einkaufsmanagerindizes für August zeichnen ein differenziertes Bild der Weltwirtschaft – und liefern gleichzeitig ein Lehrstück dafür, warum S&P Global als Datenlieferant für Investoren rund um den Globus unverzichtbar bleibt. Von der Eurozone bis Japan zeigen die Zahlen: Die Industrie erholt sich, aber nicht überall im gleichen Tempo.
Eurozone knapp unter den Erwartungen
Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone kletterte im August auf 52,7 Punkte, nach 51,9 im Vormonat. Das ist der höchste Stand seit Mai 2022 und liegt damit deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.
Die zweite Schätzung fiel mit 52,7 Punkten allerdings knapp unter die vorläufige Erhebung von 52,8 Punkten und blieb hinter den Erwartungen der Volkswirte zurück, die eine Bestätigung der Erstschätzung erwartet hatten.
S&P-Global-Ökonom Joe Hayes wertete die Daten dennoch als die bislang deutlichsten Anzeichen dafür, dass die Eurozone-Industrie den Ölpreisschock und die Lieferengpässe durch den Nahost-Konflikt überwunden hat. Produktion und Auftragseingänge verzeichneten die höchsten Zuwächse seit Anfang 2022, gestützt auch durch eine Erholung der Exportnachfrage.
Innerhalb der Eurozone geht die Schere allerdings weiter auseinander. Deutschland führt das Feld mit 54,3 Punkten klar an – die höchste Rate seit mehr als viereinhalb Jahren beim Produktionswachstum, getrieben von einem beschleunigten Anstieg der Auftragseingänge.
Frankreich hält sich mit 51,1 Punkten ebenfalls über der Expansionsschwelle. Italien und Spanien rutschten hingegen mit 49,6 beziehungsweise 49,5 Punkten überraschend unter die 50er-Marke und signalisieren damit eine leichte Schrumpfung.
Japan wächst so schnell wie lange nicht
Fernab von Europa zeigt Japan robuste Zahlen. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg im August auf 54,9 Punkte und damit deutlich weiter über die Expansionsschwelle. Treiber war ein kräftiger Anstieg neuer Aufträge – der stärkste Zuwachs seit mehr als achteinhalb Jahren.
Besonders die Nachfrage nach Halbleitern und KI-bezogenen Produkten stützte das Wachstum, während neue Exportaufträge so schnell zulegten wie zuletzt Anfang 2018, angetrieben von Nordamerika, Südostasien und China.
Für S&P Global unterstreichen diese Datenreihen die zentrale Rolle des Unternehmens als globaler Konjunkturbarometer-Anbieter. Im Verlauf des Tages folgen weitere PMI-Veröffentlichungen für Australien, Südkorea, Taiwan, Malaysia und weitere asiatische Volkswirtschaften – ein dichter Datenkalender, der die Nachfrage nach den Indizes des Unternehmens erneut unterstreicht.
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