RWE, Aktie

RWE Aktie: Verkaufserlös fließt in Offshore-Projekte

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 06:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Verkaufserlös soll genehmigte Offshore-Vorhaben finanzieren; bei Uniper strebt RWE laut Markus Krebber keine größere Beteiligung an.

Moderner Glasturm-Hauptsitz aus Froschperspektive mit reflektierender Fassade
RWE AG (DE0007037129) zeigt einen modernen Glasturm-Hauptsitz aus Froschperspektive mit reflektierender Fassade vor blauem Himmel Illustration mit AI erstellt.

RWE will den Erlös aus dem Verkauf seiner Beteiligung am Offshore-Windpark Five Estuaries in genehmigte Offshore-Projekte reinvestieren. Der am Donnerstag abgeschlossene Verkauf steht damit für einen gezielten Kapitaleinsatz, nicht für einen generellen Rückzug aus der Offshore-Windenergie. Dazu passt die Zurückhaltung bei Uniper: Dort strebt RWE nach Aussagen von Markus Krebber keine größere Rolle an.

Verkaufserlös soll Offshore-Projekte finanzieren

Nach Unternehmensangaben hat RWE seine 33,33-prozentige Beteiligung an Five Estuaries an EDF power solutions UK and Ireland verkauft. EDF übernimmt die Projektleitung. RWE verbindet den abgeschlossenen Verkauf mit der Absicht, den Erlös erneut für Offshore-Projekte einzusetzen.

Für Anleger ist damit vor allem die vorgesehene Verwendung des Kapitals relevant. RWE nennt ausdrücklich genehmigte Projekte als Ziel der Reinvestition. Der Verkauf einer einzelnen Beteiligung und die weitere Finanzierung von Offshore-Vorhaben stehen deshalb nicht im Widerspruch zueinander.

Zugleich ändert sich die Verantwortung für Five Estuaries: Die Projektleitung liegt künftig bei EDF. RWE setzt bei der Verwendung des Verkaufserlöses dagegen auf andere genehmigte Offshore-Projekte. Der Abschluss des Verkaufs und die geplante Reinvestition sind dabei zwei unterschiedliche Schritte.

Uniper bleibt eine begrenzte Option

Eine andere Form der Beteiligung steht bei Uniper zur Diskussion. Ein solches Gebot ist noch keine verbindliche Übernahmevereinbarung.

RWE-Chef Markus Krebber sagte, das Unternehmen werde dabei nur eine „sehr, sehr begrenzte und kleine“ Rolle spielen. In einem Bloomberg-Interview erläuterte er am Mittwoch außerdem, RWE strebe angesichts seiner bereits bedeutenden Position im deutschen Energiemarkt keine größere Rolle bei Uniper an.

Die Aussagen begrenzen die Tragweite des berichteten Gebots. Sie schließen eine Beteiligung nicht aus, sprechen aber gegen die Interpretation, RWE wolle bei Uniper umfangreich einsteigen.

Grüne Anleihen ergänzen die Finanzierung

Parallel zu den Beteiligungsthemen hat RWE seinen Finanzierungsspielraum über den Anleihemarkt erweitert. Beide Tranchen umfassen jeweils 750 Millionen US-Dollar.

Die Finanzierung verteilt sich auf unterschiedliche Laufzeiten und Zinskonditionen. Damit ergänzt die Anleiheplatzierung den Verkaufserlös als weiteren Baustein des Kapitaleinsatzes.

Die kürzere Tranche läuft fünf Jahre und trägt einen Kupon von 5,625 Prozent. Bei der längeren Tranche beträgt die Laufzeit zehn Jahre.

Deren Kupon liegt bei 6,0 Prozent. Zusammen ergeben die jüngsten Schritte ein klares Bild: RWE beschafft Finanzierungsmittel, richtet Verkaufserlöse auf genehmigte Offshore-Projekte aus und begrenzt zugleich seine angestrebte Rolle bei Uniper.

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