RWE, Aktie

RWE Aktie: UBS bestätigt Kaufempfehlung

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 11:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UBS bestätigt für RWE die Kaufempfehlung und das Kursziel von 68 Euro. Nordamerika sowie Partnerschaften stärken die internationale Expansion.

Isometrisches 3D-Diorama mit Windrädern und Stromtrasse im Low-Poly-Stil
RWE AG (DE0007037129) isometrisches 3D-Diorama mit Windrädern, Stromtrasse und Solarfeld im modernen Low-Poly-Stil Illustration mit AI erstellt.

Wachstumsfantasie jenseits des europäischen Heimatmarktes bestimmt derzeit die Perspektiven für RWE. Nach einem Treffen mit dem Amerika-Chef des Essener Energieversorgers bekräftigte die Schweizer Großbank UBS ihre Kaufempfehlung für die Aktie.

Analystin Wanda Serwinowska hob hervor, dass der Tenor des Managements ausgesprochen konstruktiv ausgefallen sei. RWE rechnet demnach mit einem anhaltend starken Nachfragewachstum im US-Geschäft und sieht dort gute Bedingungen für den weiteren Ausbau. Die Analystin bestätigte das Kursziel von 68 Euro.

Nordamerika als strategischer Wachstumstreiber

Für den Energiekonzern bildet der nordamerikanische Markt ein zentrales Element der Unternehmensausrichtung. Neben dem Heimatmarkt Deutschland und Großbritannien zählt die Region zu den wichtigsten Pfeilern bei der Transformation des Erzeugungsportfolios. Der steigende Strombedarf durch industrielle Großverbraucher eröffnet neue Chancen für Projektentwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien.

Die Zuversicht hinsichtlich der internationalen Positionierung spiegelt sich auch im Handelsverlauf wider. Im heutigen Handel legt das Papier um 1,9 Prozent zu und notiert bei 59,24 Euro.

Partnerschaften für Windkraft und Gasversorgung

Parallel zu den US-Aktivitäten treibt RWE strategische Kooperationen mit Partnern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten voran. Kürzlich vereinbarten RWE und das emiratische Staatsunternehmen Masdar in einer Absichtserklärung, gemeinsame Gebote für deutsche Offshore-Wind-Auktionen im Jahr 2027 zu prüfen. Das indikative Investitionsvolumen für diese Vorhaben wird auf über drei Milliarden Euro beziffert.

Beide Partner arbeiten bereits auf See zusammen. In Großbritannien betreiben und entwickeln sie gemeinsam Offshore-Wind-Kapazitäten im Umfang von 3,6 Gigawatt. Dazu gehören der seit 2013 produzierende Windpark London Array sowie das Großprojekt Dogger Bank South.

Ergänzend zu den Ausbauplänen auf See vereinbarte die Handelstochter RWE Supply & Trading einen Vorvertrag mit dem staatlichen Öl- und Gaskonzern ADNOC. Geplant sind bis zu zwei langfristige Kaufverträge über Flüssigerdgas. Die Lieferungen sollen ab Beginn der 2030er-Jahre starten und neben Deutschland auch weitere europäische und asiatische Märkte bedienen.

Hohe Ausbauziele im Heimatmarkt

Die geplanten Investitionen in die Windkraft auf See treffen in Deutschland auf anspruchsvolle Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Offshore-Windkapazität bis zum Jahr 2030 auf mindestens 30 Gigawatt auszubauen. Partnerschaften mit finanzstarken Investoren ermöglichen es RWE, Risiken bei kapitalintensiven Großprojekten zu teilen und gleichzeitig das eigene Portfolio planmäßig zu vergrößern.

Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 31 Prozent. Anleger honorieren damit den strategischen Kurs, die globale Projektpipeline mit verlässlichen Partnern voranzutreiben und die Ertragsbasis über verschiedene Regionen zu diversifizieren.

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