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Rwe Aktie: Kehrtwende bei Uniper-Frage

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 09:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RWE und KKR bieten unverbindlich für Uniper; mögliche Kosten könnten Rückkäufe erschweren, während der weitere Verkaufsprozess offenbleibt.

Isometrisches 3D-Diorama mit Windrädern und Stromtrasse im Low-Poly-Stil
RWE AG (DE0007037129) isometrisches 3D-Diorama mit Windrädern, Stromtrasse und Solarfeld im modernen Low-Poly-Stil Illustration mit AI erstellt.

Erst ein klares Dementi, jetzt ein gemeinsames Gebot: RWE hat offenbar zusammen mit dem Finanzinvestor KKR ein unverbindliches Angebot für den Gaskonzern Uniper abgegeben. Die Nachricht sorgte am Dienstag für gegenläufige Kursbewegungen – während RWE nachgab, sprang die Uniper-Aktie deutlich nach oben.

Noch im August hatte RWE-Vorstandschef Markus Krebber in einer Analystenkonferenz erklärt, sein Unternehmen habe kein Interesse an einer Uniper-Übernahme. Das gemeinsame Gebot mit KKR wirkt vor diesem Hintergrund wie eine Kehrtwende. Weder RWE noch KKR oder Uniper wollten sich zu den Berichten äußern.

Mehrere Bieter im Rennen

Neben RWE und KKR sollen auch der norwegische Energiekonzern Equinor sowie ein Konsortium aus Brookfield Asset Management und dem Canada Pension Plan Investment Board unverbindliche Offerten eingereicht haben. Zusätzlich soll die zum tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky gehörende EPH ein Gebot abgegeben haben. Die Frist dafür ist in der vergangenen Woche abgelaufen.

Uniper ist seit der Rettung Ende 2022 nahezu vollständig in deutschem Staatsbesitz. Bis Ende 2028 muss der Bund seinen Anteil auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren – der Verkaufsprozess ist also politisch terminiert.

Skepsis unter Anlegern

Am Markt regte sich Skepsis: Ein Händler verwies auf offene strategische Fragen und bewertete eine mögliche Übernahme als potenziell negativ für RWE-Aktionäre. Der nötige Mittelabfluss könnte den finanziellen Spielraum des Energiekonzerns einschränken und damit geplante Aktienrückkäufe erschweren.

Bemerkenswert ist zudem die bestehende Geschäftsbeziehung zwischen Uniper und Mitbieter Equinor – erst Ende August hatten beide einen großen Erdgas-Liefervertrag abgeschlossen, was Equinors Interesse an einer Übernahme zusätzlich einordnen lässt.

Ob RWE sein unverbindliches Angebot in ein konkretes Gebot überführt, ist offen. Der weitere Verkaufsprozess dürfte sich über die kommenden Wochen entscheiden, während der Bund seine Anteile bis Ende 2028 abbauen muss.

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